Stadtpolizei Vöcklabruck: Schnellfahrer spülten viel Geld in die Kassa

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Wolfgang Macherhammer Wolfgang Macherhammer, Tips Redaktion, 27.01.2020 19:20 Uhr

VÖCKLABRUCK. Bedingt durch die Beendigung eines Dienstverhältnisses sowie einen Langzeitkrankenstand mussten über zehn Monate des Jahres 2019 sechs Bedienstete der Stadtpolizei die Arbeit von sieben machen. Dennoch war die Devise „Die Polizei – dein Freund und Helfer“ immer oberste Prämisse. Das schlug sich auch in viel Präventionsarbeit, etwa Verkehrserziehung und Gewaltprävention, nieder.

Während vergleichbare Städte wie Traun, Braunau, Ried und Gmunden grundsätzlich über mehr Personal verfügen, musste die Crew der Stadtpolizei Vöcklabruck auch noch zwei monatelange Ausfälle verkraften. Dennoch schaffte sie wieder ein beachtliches Arbeitspensum. Es ist ein äußerst umfangreiches Aufgabengebiet, das die Besatzung der Dienststelle im Schwibbogen auf Trab hält. Den Löwenanteil davon macht sowohl der fließende als auch der ruhende Verkehr aus.

Insgesamt 27.710 Verwaltungsanzeigen wurden 2019 an die Verwaltungsbehörden erstattet.  26.162 davon gingen auf das Konto von Temposündern, 81 Anzeigen wurden wegen anderer strafbarer Handlungen erstattet – von der Hundehaltung bis zur Lärmerregung. Bei 52 Organstrafverfügungen wurden 1.356 Euro eingehoben.

Schnellfahrer ließen Kassa klingeln

An Strafgeldern für StVO-Übertretungen gingen insgesamt 1.497.185 Euro an die Stadtgemeinde-Kasse (2018 - 590.819 Euro,  2017 -  631.411 Euro, 2016 - 461.999 Euro). Zu einem Teil ist diese Steigerung auf die oberösterreichweite Senkung der Toleranz bei Geschwindigkeitsüberschreitungen zurückzuführen. 38 Verkehrsunfälle mit Sachschäden wurden aufgenommen und an die zuständige Behörde weitergeleitet, wobei auch fahrerflüchtige Lenker ausgeforscht wurden. Parkgebühren wurden in der Höhe von 225.417 Euro eingenommen. Natürlich müssen die Parkgebührenautomaten auch betreut werden. Zahlreiche Reparatur- und Instandsetzungsarbeiten werden von Bezirksinspektor Christian Hawelka durchgeführt, der der Kommune somit sehr viel Geld spart.

Sämtliche § 90 StVO-Bescheide (Arbeiten auf und neben der Straße) - insgesamt 61 - sowie die dazugehörigen Verordnungen fielen ebenfalls in den Aufgabenbereich der Stadtpolizei. Für die Benützung öffentlichen Gutes durch Baustellen wurden 48.488 Euro eingenommen.

Auch das Fundamt ist unter dem Dach der Stadtpolizei angesiedelt. 13 gefundene Fahrräder, 143 Schlüsselfunde und 279 weitere Funde wurden entgegengenommen, 102 Verlustanzeigen über verlorene Gegenstände, Dokumente und Ausweise ausgestellt. Zum Großteil kümmert sich Gruppeninspektorin Irene Hinterlechner darum. Ihr kommt so einiges unter – selbst nach einem verloren gegangenen Gebiss wurde schon nachgefragt.

Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt der Stadtpolizei ist das Marktwesen. Insgesamt wurden Marktgebühren in der Höhe von 43.581 Euro eingehoben.

„Vor allem sind wir da, um die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sowie der Gäste der Stadt zu gewährleisten“, fasst der Leiter der Stadtpolizei Vöcklabruck, Kontrollinspektor Gerald Klement, zusammen.

Ermahnungen bei geringfügigen Übertretungen, Sondereinsätze bei größeren Veranstaltungen, Alkokontrollen, Überwachungen und präventive Streifen sorgen für ein Gefühl der Sicherheit. Bitten und Beschwerden verschiedenster Art aus der Bevölkerung werden immer ernst genommen.

Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

Verkehrserziehungsunterricht in den Kindergärten der Stadt und Präventionsarbeit an den Vöcklabrucker Schulen zu den Themen Jugendschutz, „Stalking“ und „Mobbing“ sind das Spezialgebiet von Gruppeninspektor Ernst Großberger. Im Sinne der Verkehrssicherheit führt die Stadtpolizei außerdem täglich an vier Schutzwegen die Schulwegsicherung durch – unterstützt durch eigens eingeschulte Asylwerbende. Verkehrsüberwachungen im Bereich der Schererstraße (VS, NMS und LMS) sowie beim Fahrverbot vor der Pestalozzischule stehen ebenfalls auf dem Programm, und das Verkehrskonzept beim Bundesschulzentrum wird mit hoher Polizeipräsenz überwacht.

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