Starkregen, durchlöcherte Dächer: Die Unwetterfront hat Teile Oberösterreichs heftig erwischt

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Karin Seyringer Karin Seyringer, Tips Redaktion, 29.07.2020 11:08 Uhr

OÖ. Die heftigen Unwetter des Vorabends (28. Juli) waren vorhergesagt und sind eingetroffen: Alleine bis 21 Uhr waren oberösterreichweit 67 Feuerwehren mit 1.100 Einsatzkräften bei 160 Einsätzen gefordert. Hauptbetroffen waren die Bezirke Braunau, Ried im Innkreis und Vöcklabruck. Der Schaden in der Landwirtschaft wird auf vorerst auf rund 2,5 Millionen Euro geschätzt.

Ab 17.45 Uhr zogen Sturmböen, kombiniert mit Starkregen und Hagel, über das Bundesland OÖ, vor allem über die Bezirke Braunau, Ried im Innkreis und Vöcklabruck. Damit die vielen Notrufe entgegengenommen werden konnten, war auch die Landeswarnzentrale Oberösterreich im Einsatz, unterstützt durch ihre Partnerfeuerwehrleitstellen.

Dächer durchlöchert

Großteils musste die Feuerwehr ausrücken, um beschädigte Dächer zu sichern bzw. auch provisorisch abzudecken, um den Eintritt von Regenwasser zu verhindern. Der starke Hagel mit Körnern in fast Tennisball-Größe hatte viele Dächer regelrecht durchlöchert, hier waren vor allem die Gemeinden Ampflwang, Ottnang und Frankenburg am Hausruck im Bezirk Vöcklabruck betroffen, berichtet das Landesfeuerwehrkommando OÖ.

Brand durch Blitzschlag

Vereinzelt rückte die Feuerwehr auch aus, um Verkehrswege von umgestürzten Bäumen zu befreien. In der Gemeinde Attersee am Attersee kam es durch einen Blitzeinschlag zu einem Brand im Dachbereich eines Bauernhofs. Zur Bewältigung dieses Brandeinsatzes musste die Alarmstufe 2 mit insgesamt neun Feuerwehren anrücken.

Aufräumarbeiten dauern

Zwar ist die Unwetterfront nun über Oberösterreich durchgezogen und die Situation entspannt sich, die Aufräumungsarbeiten nach diesem Unwetter werden jedoch noch bis in den nächsten Tag hinein dauern, so vom Landesfeuerwehrkommando.

Hagelversicherung: Schaden in Millionenhöhe

Die Österreichische Hagelversicherung rechnet in einer ersten Abschätzung mit Schäden von 2,5 Millionen Euro in der Landwirtschaft. „Die von Bayern kommende Unwetterfront zog Richtung Braunau, wo sie sich erheblich verstärkte. Orkanböen und hühnereigroße Hagelkörner schädigten sowohl Ackerkulturen als auch das Grünland massiv. Der Sturm hat Richtung Osten nachgelassen, der ungebrochen starke Hagel hinterließ aber weiter eine Spur der Verwüstung. Laut ersten Erhebungen durch die Sachverständigen der Österreichischen Hagelversicherung entstand an Ackerkulturen und im Grünland ein Gesamtschaden in der Landwirtschaft von rund 2,5 Millionen Euro. War in der Vergangenheit in Oberösterreich vor allem die Trockenheit ein Problem, so sind es heuer die Starkniederschläge mit Hagel und Sturm. Binnen Minuten wird so der Ertrag und damit das Einkommen vieler Landwirte vernichtet“, so der zuständige Landesleiter in Oberösterreich, Wolfgang Winkler.

Betroffen sind rund 10.000 Hektar Getreide, Mais, Acker-, Sojabohne und Grünland in den Bezirken Braunau, Ried und Vöcklabruck.

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