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STEINBACH/A. Nach monatelangen Vorbereitungen und vielfachem Engagement aller Naturpark- und zukünftigen Sternenparkgemeinden wurde der Antrag zur Zertifizierung als internationaler Dark Sky Park (Sternenpark) bei der IDA (International Darksky Association) eingereicht.  

Die Gahbergkapelle am Wachtberg in Weyregg vor der hell leuchtenden Milchstraße Foto: Hannes Schachtner - Astronomischer Arbeitskreis Salzkammergut - Sternwarte Gahberg

Ein Sternenpark ist ein Licht- und Landschaftsschutzgebiet, in dem die nächtliche Dunkelheit, die natürliche Nachtlandschaft als Schutzgut betrachtet und vor Lichtverschmutzung (“Lichtsmog“) geschützt wird. Dies wird mittels Umsetzung von Licht-Management-Plänen und Umrüstung von alten und überholten Leuchten und Lichtkörpern erreicht. Denn ein naturbelassener Nachthimmel ist in Europa schon eine Seltenheit geworden. In größeren Städten ist es so hell, dass eine Neumondnacht von einer Vollmondnacht nicht mehr unterscheidbar ist. Der Einsatz von künstlicher Beleuchtung nimmt in Österreich etwa fünf Prozent jährlich zu. Tendenz stark steigend. Der natürlich-dunkle Nachthimmel muss zu einem schützenswerten Kulturgut erklärt werden.Aktuelle Forschungsergebnisse belegen, dass der nächtliche Einsatz von künstlichem Licht eine der Hauptursachen für den dramatischen Verlust der nacht- und dämmerungsaktiven Lebewesen ist. Vor allem nachtaktive Insekten leisten einen wichtigen Beitrag im Ökosystem. Durch künstliche Lichtquellen werden diese Tiere angelockt, irritiert und geblendet. Dadurch verlieren sie die Orientierung und verenden oft vor Erschöpfung. Dämmerungs- und nachtaktive Tiere wie Fledermäuse, Igel, Amphibien und auch Vögel sind auf diese Insekten als Nahrungsquelle angewiesen. Nachtaktive Insekten – wie vor allem die Schwärmer aus der Familie der Schmetterlinge – sind wichtige Blütenbestäuber. So werden in den dunklen Stunden der Nacht Pflanzen wie die Nachtkerzen, die weiße Lichtnelke, das Nickende Leimkraut, das Wald-Geißblatt und die Heckenkirschen bestäubt.

Umgang mit künstlichem Licht ist zu überdenken

Der effiziente und intelligente Umgang mit künstlichem Licht ist daher ein Gebot der Stunde. Einige Regionen und Gemeinden in Oberösterreich bekennen sich bereits zum Schutz der vorhandenen natürlichen Nachtlandschaften durch Maßnahmen zur Reduzierung der Lichtverschmutzung. Der Naturpark Attersee-Traunsee soll zum 1. Sternenpark Österreichs (Dark Sky Park) werden. Was kann jeder selbst für Vermeidung von Lichtsmog und Naturschutz im Dunkeln tun? Licht dorthin lenken, wo es wirklich benötigt wird. Nur von oben nach unten. Licht dann einschalten, wenn es wirklich gebraucht wird. Warmweißes Licht verwenden.

Alle Infos zum Sternenpark Attersee-Traunsee auf www.sternenpark.at


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