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MONDSEE/ATTERSEE. Zu den Hauptaufgaben des Kuratorium Pfahlbauten zählt es, die 6.000 Jahre alten Siedlungsreste im Attersee, Mondsee und Keutschacher See für die Nachwelt zu erhalten. Im jährlichen unterwasserarchäologischen Monitoring werden möglich Gefährdungen entlarvt und Schutzmaßnahmen ergriffen.

  1 / 3   Unter Waser sind die Siedlungreste einer Reihe von möglichen Schädigungen ausgesetzt. Fotos: Kuratorium Pfahlbauten

Bei kühlem Aprilwetter taucht das Team des Kuratorium Pfahlbauten von 26. April bis 5. Mai wieder ab, um im Mondsee und Attersee die jährliche Kontrolle der Pfahlbau-Welterbestätten durchzuführen. Diese Kontrolle ist notwendig, da die unter Wasser im Seegrund liegenden Siedlungsreste einer Reihe von Gefährdungen ausgesetzt sind. Neben natürlichen Erosionsprozessen sind es vor allem menschliche Aktivitäten, die das Kulturgut unter Wasser schädigen können.

Handlungsbedarf 

„Neben der allgemeinen Begutachtung der Fundstellen, haben wir dieses Jahr eine konkrete Schutzmaßnahme an der Welterbestätte See im Mondsee fortzusetzen“, meint Site Manager OÖ Henrik Pohl vom Kuratorium Pfahlbauten. Die angebrachten Erosionsmarker zeigen, dass hier Handlungsbedarf besteht. „Daher werden nun spezielle Matten aus Geotextil verlegt, die nicht nur die Siedlungsreste, sondern auch ein Stück Forschungsgeschichte schützen“, so Pohl. Die Profilkanten eines Grabungsschnittes aus den 80er Jahren können durch die Abdeckungen dann nicht weiter erodieren.

Die Basalttextilien versprechen in Langlebigkeit sowie Gewässerneutralität hohe Qualität und werden in Abstimmung mit der Naturschutzabteilung des Landes OÖ verlegt. Eine Teilfläche wurde bereits im November letzten Jahres ausgebracht.

Kontrolle und Dokumentation

Im Attersee werden die Welterbestätten Litzlberg, Abtsdorf I und Abtsdorf III kontrolliert und dokumentiert. Besonders Ankerbojen richteten hier früher durch schleifende Ketten großen Schaden an, weshalb diese auf denkmalgerechte Systeme umgerüstet wurden. Auch das hier in Kraft gesetzte Ankerverbot wurde mittlerweile ausgeschildert. „Dies war ein wichtiger Schritt um den Seenutzern zu helfen, das Welterbe zu erkennen und zu schützen“, sagt Pohl.


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