Schule in der Pandemie: Direktorin berichtet von den positiven Seiten
FRANKENMARKT. Seit zwei Jahren hält das Coronavirus die Gesellschaft in Atem. Besonders Bildungseinrichtungen sind in dieser Zeit wesentlich von den angeordneten Corona-Maßnahmen betroffen, so auch die Mittelschule Frankenmarkt.

Vieles war in den letzten Wochen und Monaten in den Schulen nicht einfach. Die verschiedenen Maßnahmen geboten dem natürlichen Schulleben Einhalt und sowohl Schüler als auch Lehrer mussten mit den neuen Regelungen, die sich oftmals unerwartet und ganz plötzlich änderten, umgehen lernen.
Gemeinsam durch die Krise
Regina Aigner, Direktorin der Mittelschule Frankenmarkt, kann den verheerenden Zeiten, in denen sich die Schulen immer wieder befanden, jedoch auch positive Dinge abgewinnen.
So erzählt sie aus ihren Erfahrungen der letzten Monate: „Es wird bei uns extrem gut gearbeitet. Die Lehrer sind hochmotiviert und hochengagiert. Es wird gegenseitig unterstützt, ohne wenn und aber. Es ist ein extrem schönes Miteinander.“ Sie beschreibt, dass Corona nicht nur Negatives mit sich gebracht habe, sondern auch einen innovativen Schub in Richtung IT und Digitalisierung forderte. Hinter den Türen des Lehrerzimmers sei der Lehrkörper darum bemüht, sich den Gegebenheiten anzupassen und mit der Zeit zu gehen, den Schulalltag für die Schüler so angenehm und normal wie möglich zu gestalten.
Gegenseitiger Respekt
Für Probleme werden gemeinsam Lösungen gefunden, es herrsche klarer Zusammenhalt. „Wir legen Wert darauf, dass wir einander mit einer gewissen Hochachtung begegnen“, macht die Direktorin deutlich. Auf das lege sie großen Wert. So fährt sie fort: „Das heißt, die Wortwahl den Schülern gegenüber zeugt von Respekt und mir ist es wichtig, dass unsere Schüler wirklich für das Leben lernen.“
Zusammenhalt als Schlüssel
Bei Missverständnissen wird miteinander gesprochen, Probleme werden gemeinsam ausdiskutiert, um eine Lösung, die für alle passt, zu finden. Einfühlsamkeit und gekonntes Zuhören seien hierbei der Schlüssel.
Aigner sagt: „Ich denke schon, dass an dieser Schule nicht nur die Lehrer, sondern auch die Schüler durchgetragen werden. Wir tragen uns gegenseitig. Dabei lernen wir gemeinsam pausenlos dazu.“ Die Frage, die sie sich in den letzten Monaten zunehmend stellte, war, welche Bedeutung dem Lernen zugeschrieben und wie Lernen definiert wird.
Selbstständiges Lernen
Die neue Art des Lernens, welches die Maßnahmen erforderlich machte, habe nicht nur Nachteile. Aigner erklärt: „Man lernt dann richtig, wenn man etwas verinnerlicht hat und das Gelernte anwenden kann, sprich, wenn man sich selbst mit der Materie richtig auseinandergesetzt hat.“
Auch die Zusammenarbeit mit den Eltern funktioniere gut.
Mit Blick auf das Positive
Aigner ist darum bemüht, sich den positiven Blick auf die Auswirkungen der Pandemie auf das Schulleben zu bewahren. Diese Herangehensweise möchte sie auch ihrem Team an Lehrern und an die Schüler weitergeben.
Mit Blick auf die Gesamtsituation findet die Direktorin folgende Worte: „Wir dürfen uns nicht das Bild auf das Positive verbauen. Das Positive ist etwas sehr Schönes, was hier, trotz der prekären Situation, versucht wird, zu leben.“


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