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VÖCKLABRUCK. Auch der 22. Kinderbetreuungsatlas der AK OÖ zeigt, dass das institutionelle Kinderbetreuungsangebot für berufstätige Eltern in Oberösterreich nach wie vor unzufriedenstellend ist – vor allem im ländlichen Raum.

Leiterin der Abteilung Frauen- und Gleichstellungspolitik Erika Rippatha und AK-Präsident Andreas Stangl (Foto: AK OÖ/Isabell Falkner .)

Gemeinden, die mindestens elf der zwölf möglichen Kriterien erfüllen, werden in der Gesamtkategorie als 1A-Gemeinden eingestuft. Diese höchste Einstufung haben heuer im Bezirk Vöcklabruck folgende vier Gemeinden erreicht: Frankenmarkt, Pilsbach, Regau und Tiefgraben. Das sind lediglich 7,7 Prozent aller Gemeinden im Bezirk. Der Bezirk Vöcklabruck liegt damit weit unter dem ohnehin schon sehr niedrigen Oberösterreich-Durchschnitt von 16,4 Prozent. Lenzing hat den 1A-Status verloren. Lenzing ist jetzt eine A-Gemeinde.

Nur neun A-Gemeinden

Insgesamt fallen neun der 52 Gemeinden im Bezirk (17,3 Prozent) in die Kategorie A. Das heißt, im Bezirk Vöcklabruck bietet ein Viertel der Gemeinden ein 1A oder A-Angebot. Das ist nur der vorletzte Platz unter den oberösterreichischen Bezirken, einzig Ried hat einen noch niedrigeren Wert. 15 Gemeinden wurden als B-, zwölf als C- und vier als D-Gemeinde eingestuft. Pfaffing, Puchkirchen/Trbg. und Weißenkirchen/A. erfüllen weniger als drei der zwölf möglichen Kriterien und fallen damit in die niedrigste Kategorie E.

Probleme bei den ganz Kleinen

Der Kinderbetreuungsatlas schlüsselt zudem das Angebot nach den einzelnen Alterskategorien auf. Hier zeigt sich ein eindeutiges Bild: Eltern mit ganz jungen Kindern haben es besonders schwer, denn im gesamten Bezirk gibt es für diese Altersgruppe wie im Vorjahr nur fünf 1A-Gemeinden, die für die Eltern von Kindern unter drei Jahren ein vollzeittaugliches Angebot vorweisen können. Die Anzahl der A-Gemeinden ist stark zurück gegangen, von neun auf nur noch fünf. 15 erfüllten die Kriterien für B, 16 jene für C und zwei jene für D. Die Anzahl der E-Gemeinden ist heuer gleichgeblieben. Pfaffing, Puchkirchen/Trbg,, Weißenkirchen/A. und Wolfsegg/H. erfüllen keine der vier Kriterien für die Unter-Dreijährigen und mussten somit als E-Gemeinde eingestuft werden.

Defizite auch bei Älteren

Das Angebot bei den Drei- bis Sechsjährigen im Bezirk hat sich deutlich verschlechtert: Nur mehr folgende sieben Gemeinden erfüllen die 1A-Kriterien: Attersee, Gampern, Pilsbach, Regau, Seewalchen am Attersee, Vöcklabruck und Vöcklamarkt. Das sind um fünf Gemeinden weniger als im Vorjahr. Neun Gemeinden (plus vier) erfüllen die Kriterien für den A-Status und sieben jene für B. 15 Gemeinden – rund 29 Prozent – befinden sich mit der Einreihung in Kategorie C (OÖ-Schnitt: 23,1 Prozent). Fünf Gemeinden mussten in die niedrigste Kategorie E eingereiht werden – Nußdorf/A., Oberhofen am Irrsee, Pfaffing, Puchkirchen/Trbg. und Weißenkirchen/A.. Bei der Betreuung der Volksschulkinder verzeichnet der Bezirk Vöcklabruck minimale Fortschritte. Die Anzahl der A-Gemeinden ist von zwei auf vier angestiegen. Trotzdem beträgt ihr Anteil unterdurchschnittliche 7,7 Prozent (OÖ: 20,3 Prozent).


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