Sommerbaumschnittkurs in Frankenburg
FRANKENBURG. Am Samstag, 16. Juli, findet um 10 Uhr beim Siedlerhaus (Frein 6) ein Sommerbaumschnittkurs mit Landesgartenfachberater Willi Frickh statt.

Durch fachgerecht durchgeführte Schnittmaßnahmen während der Vegetationszeit lassen sich der Wuchs und der Kronenaufbau günstig beeinflussen, ebenso die Qualität der Früchte. Vor allem bei zu stark wachsenden Bäumen stellt der Sommerschnitt eine Wuchsbremse dar. Durch Auslichten der Krone trocknen die Blätter schneller ab, was Pilzkrankheiten verhindert. Es kommt mehr Sonne zu den Früchten, was zur Reife beiträgt. Ein Zuviel an Obst kann zugunsten größerer Früchte vermieden werden. Schnittwunden werden schnell abgeschottet, was ein Eindringen von Schaderregern verhindert.
Der Sommerschnitt reguliert das Wachstum
Vor allem die sogenannten Wassertriebe und die Konkurrenztriebe können rechtzeitig entfernt werden, sowie nach innen wachsende Zweige. Damit bremst man das Wachstum. Der Baum vergeudet seine Energie nicht. Außerdem werden im Sommer die Knospen für die nächstjährige Blüte angelegt und mit dem Schnitt bleiben genügend Assimilate dafür übrig. Bei Spalierobst sollen möglichst kurze Zweige mit vielen Knospen entstehen. Dafür wird mehrmals im Sommer „pinziert“, das heißt der Zweig wird gekürzt.
Steinobst nach der Ernte schneiden
Bei Marillen erhält man die Fruchtbarkeit, indem man ein Gleichgewicht zwischen Wachsen und Fruchten herstellt. Dazu werden im Sommer die überlang aufrecht wachsenden Triebe mehrmals pinziert, oder flachgebunden, denn ein Wuchsgesetz besagt: Steil aufrecht stehende Zweige wachsen, flache oder waagrechte Zweige fruchten. Auch beim Beerenobst gibt es einiges zu beachten, damit die Fruchtbarkeit erhalten bleibt.


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