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GAMPERN/ATTERSEE. Weihnachten gilt als die stillste Zeit im Jahr. Für Priester und Seelsorger gehört sie jedoch zu den arbeitsreichsten Phasen im Jahreskreis. Tips hat nachgefragt, wie man als Pfarrer Beruf und Familienweihnacht unter einen Hut bekommt.

Pfarrer Reinhold Stangl feierte kürzlich seinen 70. Geburtstag. (Foto: Pfarre Gampern)
  1 / 2   Pfarrer Reinhold Stangl feierte kürzlich seinen 70. Geburtstag. (Foto: Pfarre Gampern)

Reinhold Stangl ist Pfarrer von Gampern, Dechant des Dekanates Schörfling und Pfarrmoderator in Seewalchen. Für die Atterseegemeinde steht ein seelsorglicher Leiter zur Verfügung, der diese Pfarre koordiniert. „Damit man alles unter einen Hut bringt, ist es wichtig, früh genug mit der Organisation zu beginnen. Bereits im Oktober haben wir mit der Personalverwaltung der Diözese Linz Kontakt aufgenommen, damit wir für die Feiertage seelsorgliche Unterstützung bekommen. Erst vor kurzem gab es die Zusage für einen Aushilfspfarrer“, so Reinhold Stangl. Durch den Pfarrermangel ist es immer wieder ein besonderer Glücksfall, einen Helfer zugesagt zu bekommen.

Aushilfspriester aus Afrika

Sein Kollege Josef Schreier ist für die Pfarren Attersee, Abtsdorf, Nußdorf und Unterach zuständig: „Es gibt am Heiligen Abend Wortgottesdienste und Feiern für Kinder, die von Ehrenamtlichen geleitet werden. Über die Weihnachtsfeiertage habe ich einen Aushilfspriester aus Afrika.“

Ehrenamtliche Helfer

„Zum Glück gibt es in meinen Pfarren ein sehr gutes ehrenamtliches Liturgieteam, das mithilft, die Gottesdienste zu gestalten. Die Vorbereitung der Texte muss in den Anfängen des Advents geschehen, damit der weihnachtliche Stress erst gar nicht aufkommt“, schildert Stangl, der seit 1994 in der Gampern ist. Am Nachmittag des Heiligen Abends findet eine weihnachtliche Kinderfeier statt; den Abend verbringt Reinhold Stangl in vertrauter Gemeinschaft mit seiner Pfarrhaushälterin und deren Schwester im Pfarrhof. „Wenn alles gut vorbereitet ist, gehe ich mit innerer Ruhe auf die Feiern von Weihnachten zu, wo um 22 Uhr die Christmette beginnt.“

Kraft aus der Andacht

Pfarrer Josef Schreiner ist an den Feiertagen bei verschiedenen Familien zum Essen eingeladen. Er holt sich selber Kraft in der Andacht: „Ich versuche jeden Tag in meinem Gebetsraum eine halbe Stunde vor dem Allerheiligsten zu beten - das stärkt mich nicht nur zur Weihnachtszeit, sondern auch das Jahr über.“ Besonders mag der Priester die alten Volkslieder, die in dieser Zeit gesungen werden. Sehr gut gefallen ihm auch die unterschiedlichen Krippen, die die Weihnachtsgeschichte auf ihre eigene Art erzählen.

Auszeit nach Weihnachten

Reinhold Stangl schätzt an der Weihnachtszeit, das festliche Feiern des Glaubens und dass Gott im Kind von Bethlehem, Mensch geworden ist. „Nach den Feiertagen nehme ich mir ein paar Tage Auszeit und treffe mich mit meinen Brüdern in meinem Heimatort Weyer“, so der Pfarrer, der kürzlich seinen 70. Geburtstag feierte.


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