Bildungsreise: ÖVP-Funktionäre erfahren Näheres über die Europäische Union und ihre Arbeitsweisen
VÖCKLABRUCK. ÖVP-Funktionäre aus dem Bezirk machten sich auf nach Brüssel zur Europäischen Union, um EU-Parlamentsabgeordneten Angelika Winzig einen Besuch abzustatten und Näheres über die Arbeit der EU zu erfahren.

Insgesamt drei Tage waren die ÖVP-Mitglieder unterwegs. „Es freut mich immer besonders, wenn ich Kolleginnen und Kollegen aus meinem Heimatbezirk bei mir in Brüssel begrüßen und ihnen meine Arbeit für Oberösterreich auf europäischer Ebene näherbringen darf“, so ÖVP-Delegationsleiterin im Europaparlament Angelika Winzig zum Besuch der rund 60 ÖVP Funktionären aus Vöcklabruck.
Neben dem Erleben traditionell belgischer und flämischer Küche und einer Führung durch den Stadtkern Brüssels am ersten Tag der Reise folgten der Besuch der Europäischen Kommission und des Europäischen Parlaments.
Energie und Landwirtschaft
Der thematische Schwerpunkt lag hier auf den Themen Energie und Landwirtschaft. „Mit dem Generaldirektor für Landwirtschaft und ländliche Entwicklung Wolfgang Burtscher und dem Kabinettchef von Budgetkommissar Johannes Hahn, David Müller, konnten wir aktuelle EU-Themen diskutieren“, berichtet Winzig. „Meine niederländische Kollegin Esther de Lange, Vizepräsidentin der Europäischen Volkspartei, und mein Kollege aus Südtirol Herbert Dorfmann haben sich auch die Zeit für ein Gespräch genommen, um Fragen zu Energie, Wirtschaft, Landwirtschaft zu beantworten und unter anderem das Problem mit dem Wolf zu diskutieren.“
Am letzten Tag stand kurz vor Abflug aus Brüssel der Besuch der Ständigen Vertretung Österreich bei der Europäischen Union auf dem Programm. Hier fand ein Austausch zwischen den ÖVP-Funktionären mit der Vertreterin des Gemeindebundes auf EU-Ebene statt. Bezirksparteiobmann. Zudem machten sich die Teilnehmer der Reise nochmals kurzerhand auf eigene Faust auf den Weg, um ein letztes Mal Eindrücke von Brüssel zu sammeln.
Landesrätin Michaela Langer-Weniger war ebenfalls dabei. Sie blickt auf die Bildungsreise positiv zurück: „Das war eine wirklich tolle, informative Reise. Die wichtigen Themen, die besprochen wurden sind für uns die Gemeindethemen, wie diese mit der Europäischen Union in Einklang gebracht werden können und wie sich das gegenseitig beeinflusst, aber vor allem auch, wie uns als starker Agrarbezirk die gemeinsame Agrarpolitik betrifft. Diesbezüglich haben wir durchaus interessante Gespräche geführt. Wir haben hier starke Fürsprecher für die Oberösterreichische Landwirtschaft, die unsere Themen und Anliegen auch verstehen und sich dafür einsetzen.“
Christian Mader resümierte: „Die Reise haben wir seit bereits drei Jahren geplant. Das hat natürlich in erster Linie den Hintergrund, dass Angelika Winzig aus dem Bezirk Vöcklabruck stammt. Ein Ziel war, bei den Funktionären in Erinnerung zu rufen, wofür die EU da ist, was sie macht und welche Verbindung sie mit der kommunalen Ebene hat. Denn wenn man weiß, dass 90 Prozent der EU-Gesetzgebung in den Ländern und Gemeinden zur Umsetzung kommt, ist es umso wichtiger, dass man das Verständnis zur einen Seite bei den Funktionären hat, auf der anderen Seite die Funktionäre dann zu Hause die Bevölkerung sensibilisieren können. Die EU ist ein Friedensprojekt und bedeutet Sicherheit und Zusammenhalt. In den letzten Tagen wurde vermittelt, was die Vorteile der EU sind und warum es wichtig ist, dass es sie gibt. Hierbei wurde eben auch die Verbindung zur Gemeindeebene gezogen. Die Bildungsreisen der ÖVP haben seit Jahren Tradition. Bei diesen stehen auch die Verbindung und der Austausch unter den Funktionären im Fokus, was den Mehrwert bietet, dass in einem so großen Bezirk wie Vöcklabruck Zusammenhalt und Stärke bekräftigt werden, um in Zukunft gemeinsam vieles bewirken zu können.“
Wie Integration gelingen kann
Das EU-Parlament war auch Ziel einer Delegationsreise von Integrations-Landesrat Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP). Mit ranghohen EU-Politikern thematisierte er das Thema Migration und die Notwendigkeit einer starken EU-Asylpolitik. In der Integrations-Vorzeigestadt Mechelen holte er sich Anregungen für gelungene Integrationsprojekte, die auch in Oberösterreich möglich wären.


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