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LENZING. Bis zum Jahre 1987 bestand am linken Agerufer unterhalb der Lenzinger Papierfabrik die Ortschaft Arnbruck. Heute befindet sich an dieser Stelle die Biologische Großkläranlage der Firma Lenzing AG. In den 1950er Jahren fanden in Arnbruck etwa 350 Bewohner ihr Zuhause. Die waren jetzt zu einem Treffen in das Kulturzentrum Lenzing eingeladen und 120 ehemalige Bewohner kamen.

Gelungenes Treffen (Foto: Steinmetz)
Gelungenes Treffen (Foto: Steinmetz)

Der Name Arnbruck scheint erstmals um das Jahr 1350 auf. Um 1820 waren neun Bauernhöfe und die Starlingermühle an der Ager registriert. Im laufe der Zeit kamen Wohnhäuder hinzu. Allmählich musste ein Wohnobjekt dem anderen Weichen – der Platzbedarf der Industrie nahm zu und zuletzt musste 1987 auch das letzte Haus zugunsten der Biologischen Kläranlage weichen. Die Umsiedelung der letzten Arnbrucker war letztlich ein Gemeinschaftsprojekt der Lenzing AG, der Gemeinde Lenzing und der Landesregierung, gemeinsam mit den betroffenen Bewohnern, und so konnte man in der Ortschaft Neubrunn die neue Siedlung „Neu-Arnbruck“ schaffen.

Diese Geschichte Arnbrucks stand im Lenzinger Kulturzentrum im Mittelpunkt des Arnbruckertreffens, das von einem Team mit dem ehemaligen Lenzinger Amtseiter Walter Steinmetz, Adi Mayrhofer und Horst Maringer organisiert war. „Dabei stellte sich das Ausforschen der Namen und deren aktuelle Wohnanschriften als größtes Problem dar“, wie dieses Trio berichtete. „Aber es waren immerhin von zuletzt etwa 70 Arnbrucker Familien nicht weniger als 50 vertreten“, so die Organisatoren.

Herzlich verlief nach diesen vielen Jahren so manches Wiedersehen. Da wurde umarmt, gedrückt, über Vergangenes diskutiert und Freundschaften erneuert. Die Organisatoren überraschten mit einer Power-Point-Präsentation, einer Fotoausstellung und legten sogar eine 40-seitige Broschüre über Arnbruck auf. Unterstützt war die Veranstaltung von der Marktgemeinde Lenzing und der gemeinnützigen Siedlungsgesellschaft.

 


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