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Flugzeugabsturz im Attersee: Bergung verzögert sich – neuer Versuch am Montag

Thomas Leitner, 30.08.2026 11:35

STEINBACH. Die Bergung des Flugzeugwracks im Attersee verzögert sich weiter. Die Feuerwehr zieht vorerst ab, am Montag soll die Wasserrettung übernehmen.

Wasserrettung soll nun bei Bergung mithelfen (Foto: Tom Leitner)
  1 / 2   Wasserrettung soll nun bei Bergung mithelfen (Foto: Tom Leitner)

Die Bergung des abgestürzten Kleinflugzeugs aus dem Attersee verzögert sich weiter. Das Wrack liegt noch immer in rund 160 Metern Tiefe vor Steinbach am Attersee. Die größte Herausforderung ist derzeit, das schwer beschädigte Flugzeug sicher zu befestigen. Für Sonntag sind die Arbeiten beendet, die Feuerwehr hat ihre Zelte bereits abgebaut. Am Montag soll die Österreichische Wasserrettung einen neuen Anlauf unternehmen.

Seit Mittwoch liegt das Wrack des Kleinflugzeugs auf dem Grund des Attersees. An Bord befanden sich eine 19-jährige Flugschülerin und ihr 24-jähriger Fluglehrer. Beide kamen bei dem Absturz ums Leben.

Die Maschine war zu einem Schulungsflug unterwegs, als sie aus bislang ungeklärter Ursache in den Attersee stürzte. Was zu dem tödlichen Unglück führte, ist weiterhin Gegenstand der Untersuchungen. Auch ein mögliches technisches Gebrechen muss dabei geklärt werden.

Wrack in 160 Metern Tiefe schwer zu befestigen

Die Bergung des Flugzeugs stellt die Einsatzkräfte vor enorme technische Herausforderungen. Das Hauptproblem ist derzeit die sichere Befestigung des stark beschädigten Wracks in rund 160 Metern Tiefe.

Für die Arbeiten kommt unter anderem ein spezieller Tauchroboter zum Einsatz. Mit diesem wird versucht, die für eine Bergung notwendigen Leinen beziehungsweise Seile am Flugzeug anzubringen. In dieser Tiefe und am schwer beschädigten Wrack ist das allerdings äußerst schwierig.

Am Samstagabend kehrten die Einsatzkräfte der Feuerwehr mit dem Tauchroboter wieder ans Ufer zurück. Zuvor wurde die Stelle, an der das Flugzeug auf dem Grund des Attersees liegt, mit einem Schwimmkörper markiert.

Anschließend berieten die Einsatzkräfte erneut über das weitere Vorgehen. Auch die Österreichische Wasserrettung war dabei. Zudem nahmen Vertreter der Bundesleitung der Wasserrettung an den Beratungen teil.

Im Mittelpunkt steht weiterhin die entscheidende Frage: Wie kann das Wrack sicher befestigt werden, damit es kontrolliert aus rund 160 Metern Tiefe an die Wasseroberfläche gebracht werden kann?

Am Montag neuer Bergungsversuch

Am Sonntag steht fest: Einen weiteren Bergungsversuch wird es an diesem Tag nicht mehr geben. Die Feuerwehr hat ihre Zelte am Einsatzort mittlerweile abgebaut.

Am Montag soll die Österreichische Wasserrettung einen neuen Anlauf unternehmen. Ziel ist es weiterhin, das Wrack entsprechend zu sichern und damit die Voraussetzungen für die eigentliche Bergung des abgestürzten Flugzeugs zu schaffen.

Dabei ist inzwischen auch von Spezialtauchern die Rede. Ein Taucheinsatz in rund 160 Metern Tiefe wäre allerdings mit Gefahren verbunden. Zuvor soll versucht werden, andere Bergehilfen einzusetzen.

Wann das Wrack tatsächlich aus dem Attersee geborgen werden kann, ist weiterhin offen.

Zwei Rosen und Kerzen für die Todesopfer

Während am Attersee um eine technische Lösung für die schwierige Bergung gerungen wird, kamen auch Angehörige und Freunde zum Unglücksort. Sie brachten zwei Rosen mit und entzündeten Gedenkkerzen für die beiden jungen Todesopfer.


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