16 Tage gegen Gewalt an Frauen starten in Vöcklabruck
VÖCKLABRUCK. Am 25. November beginnt die Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ mit einem Marsch durch die Bezirkshauptstadt und einer anschließenden Veranstaltung im OKH. Damit soll in Zeichen gegen geschlechtsspezifische Gewalt gesetzt werden.

Am 25. November um 15 Uhr startet der Marsch beim Brunnen am Stadtplatz Vöcklabruck, der vom Soroptimist Club Attersee verhüllt wird. Zahlreiche Schüler, Vertreter verschiedenere Institutionen und die Stadtmusik Vöcklabruck begleitet den Umzug bis zum OKH. Dort steht ab 16.30 Uhr das Thema „Prävention“ im Vordergrund. Es gibt eine Podiumsdiskussion und Beiträge von Schülern in Form von Texten und Videos. Femizide sollen sichtbar gemacht werden. Neben kulinarischen Angeboten gibt es einem Poetry Slam mit Auftritt einer Tanzgruppe von KateRock sowie Blues und Folk mit Inga Lynch.
Organisationen arbeiten zusammen
Im Bezirk Vöcklabruck arbeiten zahlreiche Organisationen als Netzwerk zusammen, um gegen Gewalt an Frauen aufmerksam zu machen. Maria Fitzinger, Gründerin der Opferschutzgruppe am Salzkammergut Klinikum Vöcklabruck, betont, dass 90 Prozent der von häuslicher Gewalt betroffenen Personen Frauen sind. „Wenn Frauen zu uns ins Krankenhaus kommen, wird geschaut, was es braucht. Wir erkennen, versorgen und vernetzen.“ Eine weitere Anlaufstellen ist die Frauenberatungsstelle von Impuls, die Frauen über ihre Rechte und Ansprüche aufklärt und auch psychosoziale Betreuung bietet. Teamleiterin Katharina Sagerer-Foric betont: „Es braucht ein gutes Netzwerk, um Frauen, die von Gewalt betroffen sind, zu unterstützen.“ Das Quartier 16 und das Frauenhaus bieten Unterkunft. „In diesem Jahr wurden im Bezirk bereits mehr als 200 Betretungs- und Annäherungsverbote verhängt“, so Richard Steinkogler, Leiter der Sicherheitsabteilung der BH Vöcklabruck.
Die Aktion soll das Thema sichtbar machen, denn viele Frauen sind sich oft gar nicht bewusst, dass sie Gewalt ausgesetzt sind, schämen sich oder wissen nicht, an wen sie sich wenden können. Hinzu kommt oft finanzielle Abhängigkeit und nicht genug Absicherung, doch es gibt Anlaufstellen und Hilfe für Betroffen. „Gewalt ist keine Privatsache und muss sichtbar gemacht werden“, appelliert Melanie Drack, Präsidentin des Soroptimist Club Attersee.








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