Geschichtenwettbewerb: Larissa Wiesinger aus Vöcklabruck unter den Siegern
VÖCKLABRUCK. Die Gewinner des Geschichtenwettbewerbs von Tips und OÖ Familienbund stehen fest. Die besten acht Geschichten werden nun bei Tips veröffentlicht. So auch der Beitrag von Larissa Wiesinger aus Vöcklabruck.

„Lesen ist ein großes Wunder“, wusste schon die berühmte österreichische Erzählerin und Novelistin Marie von Ebner-Eschenbach. Beim Lesen werden fremde Welten erkundet, Wunder wahr und fantastische Geschichten lebendig. Doch nicht nur das Lesen zieht Groß und Klein in seinen Bann. Genauso spannend kann auch das Schreiben sein.
Daher veranstalteten der OÖ Familienbund und Tips auch dieses Jahr wieder ihren Geschichtenwettbewerb. Erhard Dietl – Autor von „Die Olchis“ – hatte einen spannenden Geschichtenanfang verfasst. Kreative Kids konnten dazu eine Fortsetzung schreiben und an den OÖ Familienbund senden. Die besten acht wurden bei der Preisverleihung am Freitag, 29. Juni in Linz ausgezeichnet.
„Es ist eine Freude, mit welcher Begeisterung Kinder an das Geschichtenschreiben herangehen. Die mehr als 100 eingereichten Arbeiten belegen dies deutlich. Ein großes Lob auch an die Familien und Pädagogen, die die jungen Talente fördern und die Lust am Schreiben in ihnen wecken“, freut sich OÖ Familienbund-Landesobmann Bernhard Baier.
„Eine Erfindung mit Folgen“ von Larissa Wiesinger
Der Anfang der Geschichte...
von Erhard Dietl
Toni schleppte seine Kiste die steile Kellertreppe hinauf. Seine Eltern schliefen schon seit einer Stunde. Die Nacht war dunkel und heute war es endlich so weit. Toni trug die Kiste quer durch den Garten und stellte sie ganz hinten bei den Büschen ab. Wie verabredet sah er Niki am Zaun stehen. „Komm rüber!“, zischte ihr Toni zu. „Aber sei leise!“ Niki kletterte über den Zaun. „Na, dann zeig mal, Professor“, kicherte sie. „Bin schon gespannt!“ „Du musst mir leuchten“, sagte Toni und gab ihr eine Taschenlampe. Er rückte seine Brille zurecht und klappte die Kiste auf. „Oh Mann“, flüsterte Niki. Vor ihnen lag Tonis geniale Erfindung...
...die Fortsetzung
von Larissa Wiesinger
... „Wow, das ist ein Zeitreisedetektor!!! Mit dem kann man vor- und zurückreisen!“ Doch da kam Niki eine geniale Idee. Als sie sie dem Jungen erzählt hatte, machte er große Augen. „Dafür haben wir aber keine Zeit mehr“, meinte er. „Wir treffen uns morgen wieder um die gleiche Uhrzeit! Morgen Nacht! Denn ab morgen sind Ferien, da können wir lange wegbleiben.“ Es waren nämlich Sommerferien. In der nächsten Nacht trafen sie sich wie verabredet im Garten. Jeder hatte Gepäck mitgenommen, doch ein Problem gab es noch: Wo wollten sie landen? „Ist egal. Ich gebe jetzt am besten „nach vor“ ein. Ich will nicht bei den Dinosauriern landen! Ich gebe jetzt 23257850000000 ein!“, verkündete Toni.
BAM! ZISCH! ZAVALISCH! Plötzlich waren sie verschwunden. Doch im selben Moment waren sie wieder da, nur diesmal auf einem metallenen Schiff! Doch sie wollten nicht untergehen, denn sie dachten beide, dass Metall nicht schwimme, deshalb fragte der Junge: „Wollen wir weiter reisen? Aber wir reisen zurück.“ Toni tippte 20000,255051004. Der Detektor machte „BAM! ZISCH! ZAVALISCH!“ und sie waren weg. Doch im selben Moment waren sie wieder da. Es war aber diesmal anders. Es erstreckten sich vor ihnen vier riesige Baumstämme, die zur riesigen Krone führten. Doch halt! Es waren keine Baumstämme! Es waren vier Füße, die zu einem riesigen Körper führten! Sie waren bei den Dinosauriern gelandet! Diesmal fragte Niki, ob sie nicht weiterreisen sollten. Obwohl der Junge den Tyrannosaurus Rex eigentlich cool fand, stimmte er zu. Er wollte nicht als Mahlzeit enden. BAM! ZISCH! ZAVALISCH! Sie verschwanden und im selben Moment waren sie in Ägypten. Doch was war das? Der Zeitsprungroboter lief weg! „Komm! Ihm nach!“, meinte Niki. Der Roboter führte sie zu einer Pyramide und lief hinein. Niki wollte ihm nicht hinterher laufen, doch Toni tat es. Er rief: „Niki, komm mit! Sonst kommen wir nicht mehr nach Hause!“ Niki flitzte auch schon los in die Pyramide.
Darin war ein riesiger Gang, doch als Niki die erste Bodenplatte betrat, ging sie ein Stück ein und in der Wand bildeten sich Löcher. Aus den Löchern schossen spitze Pfeile! Auf den Plättchen waren Tiere abgebildet. Es waren Raubkatzen und Mäuse und Niki war auf eine Katze getreten. „Also müssen wir auf die Mäuse treten, damit keine Pfeile mehr schießen!“, sagte Toni stotternd. Es klappte! Sie liefen weiter und kamen in ein Labyrinth aus Steinen. Sie machten mit einer kleinen Steinplatte und einem spitzen Sternchen eine Karte und fanden wieder hinaus. Zum Glück! Sie begegneten nämlich vielen Sackgassen und plötzlich standen die beiden in einem Raum, in dem ein von Gold geschmückter Sarg stand.
Plötzlich hörten sie hinter sich Schritte. Zwei dicke Männer betraten den Raum. Plötzlich sprang der Roboter hinter dem Sarg hervor, nahm die Männer und sprang aus der Pyramide. Dann kam er in Windeseile zurück. Toni und Niki schnappten sich schnell ein paar bronzene Münzen und kehrten mit dem Zeitdetektor zurück nach Hause. Am nächsten Morgen im Kindergarten machten die Kinder den Mund vor Staunen nicht mehr zu, als die beiden ihnen die Münzen zeigten.


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