Rotes Kreuz beweist die Kraft der Menschlichkeit
BEZIRK VÖCKLABRUCK. Das Österreichische Roten Kreuz wurde vor 140 Jahren gegründet. Der Weltrotkreuztag machte auf die Kraft der Menschlichkeit aufmerksam.

Sie schauen hin, wenn andere wegsehen und helfen, wenn Hilfe benötigt wird. Alleine im Bezirk Vöcklabruck engagieren sich rund 1.500 Mitarbeiter im Roten Kreuz, 1.380 von ihnen freiwillig. Gute Tage aber auch schwierige Ereignisse prägen ihr Engagement für das Gemeinwohl seit vielen Jahren.
Engmaschiges Netzwerk der Hilfe
Am 14. März 1880 gründeten zivilgesellschaftliche organisierte Hilfsvereine das Österreichische Rote Kreuz. Ihre Motivation damals wie heute den Grundsätzen der Menschlichkeit, und ihre langjährige Erfahrung hilft, unser Zusammenleben positiv mitzugestalten. Egal ob im Rettungsdienst, in der Mobilen Pflege, in den freiwilligen sozialen Diensten, in der Jugendarbeit oder in der Vermittlung von Erste-Hilfe-Kompetenzen. Die Mitarbeiter kommen aus allen Teilen der Bevölkerung und spannen ein engmaschiges Netzwerk der Hilfe – lokal, national und global. Menschen, die sich für andere engagieren, sind Rückgrat und Leistungsträger der Gesellschaft. Große Herausforderungen hätten ohne gemeinwohlorientiertem Denken und der Hilfsbereitschaft breiter Teile der Bevölkerung nicht bewältigt werden können. Beispiele sind Großunfälle wie die Massenkarambolage 2002 auf der A1 im Seengebiet, die Flüchtlingsbewegungen 2015 oder die Corona-Krise, die seit Wochen die Welt in Atem hält.
Corona-Krise hält das Land in Atem
„Ich bin stolz auf unsere Mitarbeiter, die sich engagiert und couragiert den Krisen unserer Zeit entgegenstemmen und sich in den Dienst der Gesellschaft stellen“, so Gerald Schuster, Bezirksgeschäftsleiter und Bezirksrettungskommandant des Roten Kreuzes im Bezirk Vöcklabruck. Johannes Beer, Bezirksstellenleiter von Vöcklabruck ergänzt: „Das Rote Kreuz arbeitet ausschließlich humanitär orientiert. Seine Existenz verdankt es Menschen, die Tag für Tag den humanitären Gedanken in wirksames Tun umsetzen.“
Tief greifende Veränderungen
Die Corona-Krise hält das Land in Atem und stellt unser Leben auf den Kopf. Gesundheitlich, sozial, wirtschaftlich – auf fast allen Ebenen des Alltags spüren wir tief greifende Veränderungen. Täglich zur Stelle sind die Mitarbeiter des Roten Kreuzes im Bezirk Vöcklabruck: Mehr als 1.000 Testabstriche sind seit Beginn der Corona-Krise mit einem mobilen Team und einer Drive-In-Station durchgeführt worden. Es gab rund 80 Hochinfektionstransporte seit Mitte März und fast 1.000 Telefonate mit sich in Quarantäne befindenden Personen im Auftrag der Bezirkshauptmannschaft.
Landesweit errichteten und planten die Mitarbeiter im OÖ. Roten Kreuz sieben Sanitätsstellen und Notkrankenquartiere für leicht erkrankte Personen, um die Spitäler – wenn notwendig – zu entlasten. Das Rote Kreuz ist eine politisch unabhängige Organisation und unterstützt Behörden gemäß seinen Grundsätzen und auf Basis des Rotkreuzgesetzes im humanitären Bereich.


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