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VÖCKLABRUCK. Der Wiener Josef Rötzer (1920-2010) heiratete 1945 nach Vöcklabruck und war von 1951 bis 1966 Amtsarzt in der Bezirkshauptmannschaft. International bekannt wurde er durch die Erforschung der natürlichen Empfängnisregelung.

Cover des neuen Buches Foto: E. Rötzer
Cover des neuen Buches Foto: E. Rötzer

Zu Rötzers 100. Geburtstag gab dessen Tochter, Elisabeth Rötzer, ein Buch heraus. Der Leser erfährt darin etwas über seine Biographie, sein Lebenswerk – die sympto-thermale Methode der Natürlichen Empfängnisregelung (NER) – und wie verschiedene Persönlichkeiten ihn und sein Werk sehen. Dazu kommen ausgewählte Texte und Vorträge von Josef Rötzer mit jeweils umfassendem Literaturverzeichnis, die Vorstellung des „Institut für Natürliche Empfängnisregelung Prof. Dr. med. Josef Rötzer (INER) e.V.“ und persönliche Zeugnisse.

Einladungen in zahlreiche Länder

Elisabeth Rötzer: „Seit 1951 hat mein Vater gemeinsam mit meiner Mutter Margareta einen Weg der Natürlichen Empfängnisregelung (NER) erforscht und entwickelt, der zur Vermeidung einer Schwangerschaft die sicher unfruchtbare Zeit aber auch bei Kinderwunsch die hochfruchtbare Zeit mit höchster Zuverlässigkeit erkennen lässt. Dies wurde nur möglich, weil viele interessierte Frauen ihre Zyklusaufzeichnungen zur Verfügung stellten. Mein Vater zeigte schon vor der Enzyklika ,Humanae vitae' von Papst Paul VI., die 1968 erschienen ist, diesen gangbaren Weg der Schöpfungsverantwortung auf. Er war überzeugt, dass der Mensch erkennen kann, was für ihn gut ist – gut für seine gelebte Sexualität, für die Ehe von Mann und Frau und für verantwortete Elternschaft. Sein Lebenswerk über die NER brachte Einladungen in zahlreiche Länder der Erde, wobei aber Vöcklabruck immer sein Wohnmittelpunkt blieb. Es ist außerdem ein Zeugnis dafür, dass Glaube und Wissen/Vernunft keine Gegensätze sind. Dies zeigte sich auch darin, dass er von Papst Johannes Paul II. zur Weltbischofsynode über Ehe und Familie 1980 in Rom als Auditor eingeladen wurde.“

Neues Buch über Doktor Josef Rötzer

Mit einer Gruppe von Gleichgesinnten gründete Josef Rötzer 1986 das Institut für NER, das heute diesen Weg in die Zukunft weiterführt (www.iner.org). Das Buch „Natürliche Empfängnisregelung“ liegt heute in der 47. Auflage und in 17 Sprachen übersetzt vor. Über tausend Zertifikatsinhaberinnen beziehungsweise -inhaber wurden ausgebildet.

Das neue Buch über Doktor Josef Rötzer ist in der Buchhandlung Schachtner in Vöcklabruck erhältlich: Elisabeth Rötzer (Hrsg.), Ein Arzt in der Verantwortung vor Gott. Josef Franz Rötzer. ISBN: 978-3-902336-18-7, Verlag ehefamiliebuch

Vorträge zum Thema in der VHS/AK Vöcklabruck:

Mittwoch, 21. Oktober, 19-21 Uhr: Frauengesundheit durch gynäkologische Kompetenz. Dabei geht es um Hygienethemen, Risikofaktoren für das Entstehen von Gebärmutterhalskrebs, Zykluswissen, Umgang mit der biologischen Fruchtbarkeit, Empfängnisregelung und Kinderwunsch.

Montag, 16. November, 19-21 Uhr: Pille, Spirale & Co. – Gibt es Alternativen? Die Referentin bietet Wissen an, wie, wann, warum und wodurch Empfängnisverhütungsmittel wirken sollen. Als Alternative bietet sich die sympto-thermale Methode nach Prof. Josef Rötzer an (www.iner.org).

Die Referentin bei beiden Terminen, Monika Kastner, ist seit 30 Jahren zertifizierte Mitarbeiterin bei INER.


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