20 Jahre Sozialfond für Notfälle in Frankenmarkt
FRANKENMARKT. Am 8. Jänner 2002 erfolgte die Gründungssitzung des Sozialfonds für Notfälle in Frankenmarkt. Gründungsmitglieder waren fünf Frauen aus dem Pfarrgemeinderat. Ein erfolgreiches Hilfsprojekt nahm damit seinen Anfang.

Bereits am 3. Februar 2002 gab es bei einem Frühschoppen mit Pfarr-Cafe als Starthilfe einen Reinerlös von 745 Euro. Es war das Anfangskapital für den Sozialfonds und drei Frauen meldeten sich gleich noch zum Mitmachen. Es folgte ein Spendenaufruf über Gemeindezeitung und Pfarrblatt, Firmen, Vereine und Banken wurden persönlich angeschrieben. Viele Privatpersonen, Firmen und Banken haben gespendet. Mit Flohmärkten, Verkauf von Handarbeiten und Keksen beim Weihnachtsmarkt sowie Mehlspeisenverkauf beim Mutter-Kind-Markt wurden jährlich weitere Einnahmen erzielt. Bis Oktober 2010 konnten 20.970 Euro für akute Notfälle in Frankenmarkt übergeben werden. Im selben Monat und Jahr wurde die Idee, einen Second-Hand-Shop zu eröffnen, Wirklichkeit. Um diese Idee zu verwirklichen und noch effizientere Hilfe für Notfälle anzubieten, erging ein Spendenaufruf an die Bevölkerung von Frankenmarkt. Mit großem Erfolg.
Second-Hand-Shop
Familie Hufnagl stellte dem Sozialfonds für Notfälle in der Hauptstraße 69 die Räumlichkeiten zur Verfügung. Am 5. November 2010 wird der Second-Hand-Shop „Kauf und Hilf“ eröffnet. Die wöchentlichen Öffnungszeiten, Freitag von 14 bis 18 Uhr, werden sehr gut angenommen. 2015 wurden auch die in Frankenmarkt aufgenommenen Asylwerber mit Kleidung und anderen Sachen aus dem Shop versorgt, zur Freude der Abnehmer. Auch Pfarrer Anthony wird jährlich mit Geldspenden und Kleidung für sein Projekt in Nigeria unterstützt. Zweimal jährlich gibt es im Altenheim einen kleinen Verkauf. Zwei Angestellte des Alten- und Pflegeheimes organisieren den Verkauf mit Sachen aus dem Shop. Selbst auswählen können, bereitet den Bewohnern große Freude – ein Einkaufserlebnis! Besondere Bedeutung hat auch die Zusammenarbeit mit dem Sozialhilfeverband und dem Verein Mosaik in Vöcklabruck. Derzeit besteht das Team des Sozialfond für Notfälle in Frankenmarkt aus elf ehrenamtlich tätigen Frauen, neue Mitarbeiter sind jederzeit herzlich willkommen.
Stolze Summe an Hilfsgeldern
„Leider mussten wir die letzten zwei Jahre den Shop bedingt durch die Pandemie einige Monate schließen und hatten dadurch weniger Einnahmen. Zum Glück konnten wir den Verlust mit zahlreichen Spenden wieder ausgleichen, wofür wir sehr dankbar sind, da auch die Notfälle in dieser Zeit angestiegen sind. Wir sind sehr stolz darauf, dass wir in den 20 Jahren einen Betrag von 215.000 Euro für über 600 Notfälle in Frankenmarkt zur Verfügung stellen konnten“, sagt Herta Gottschik, Obfrau vom Sozialfonds für Notfälle in Frankenmarkt.


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