180 von 230 Vollzeitkräften verfügbar
BEZIRK VÖCKLABRUCK. Im letzten halben Jahr ist die Zahl der tatsächlich verfügbaren Polizeikräfte in Oberösterreich weiter gesunken. Waren laut Anfragebeantwortung vom März 2018 noch 3.068 Vollzeitkräfte im Einsatz, so sind es laut Anfragebeantwortung vom Oktober 2018 nur mehr 3.024.

„Oberösterreich war schon zuvor das Bundesland mit der geringsten Polizeidichte pro Einwohner. Weil aber die Arbeit auf den Inspektionen nicht weniger wird, sorgen weniger Vollzeitkräfte für immer höheren Arbeitsdruck“, so SPÖ-Sicherheitssprecher Hermann Krenn. Oberösterreich hätte eigentlich 3.455 Polizei-Dienstposten verfügbar. Aufgrund von Karenzierungen, Teilzeitdiensten und PolizeischülerInnen sind aber nur 3.024 Vollzeitkräfte für die Arbeit verfügbar.
Ein Teil des Personalproblems besteht in der Ausbildungs-Systematik der Polizei. Wenn Polizeischüler ihre zweijährige Ausbildung durchlaufen, benötigen sie für diesen Zeitraum einen regulären Polizei-Dienstposten, können aber mangels abgeschlossener Ausbildung noch keinen Regeldienst machen. Die Folge ist, dass Dienstposten auf den Polizeiinspektionen für diesen Zeitraum wegfallen.
Im personell dünn besetzten Bezirk Vöcklabruck sind auch aktuell nur 180 von eigentlich 230 Vollzeitkräften für die Arbeit vor Ort verfügbar.
Polizeibeamte haben – nicht nur aufgrund des staatlichen Gewaltmonopols – große Verantwortung. „Damit Polizeibeamte die hohen Erwartungen an sie auch erfüllen können, dürfen sie nicht permanent zeitlich überfordert werden. Denn Dauerstress ist auch für die Kolleginnen und Kollegen der Polizei kontraproduktiv. Deshalb trete ich mit Nachdruck für die vollständige Besetzung aller Dienstposten ein“, so Krenn. Gegenüber der Bundesregierung fordert er ein, dass die getätigte Zusage, eigene „Ausbildungs-Planstellen“ zu schaffen, auch tatsächlich rasch umgesetzt wird.


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