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VÖCKLABRUCK. Das Armutsnetzwerk lädt zu einer „Lichterkette für Kultur und Menschlichkeit“ anlässlich 70 Jahre Menschenrechte am Freitag, 30. November, ein. Ab 16.30 wird in einem Sternmarsch ab Arbeiterkammer, Mutterhaus und Pfarrhof zum Stadtplatz mit Lichtern (Bitte mitbringen!) gegangen.  “Alle Menschen sind frei und gleich an Rechten und Würde geboren! Für uns sind die Menschenrechte die Grundlage für die friedliche Entwicklung und den sozialen Zusammenhalt der Gesellschaft in den letzten Jahrzehnten. Uns ist es wichtig, für Kultur und Menschlichkeit einzutreten“, heißt es in der Ausendung des Armutsnetzwerkes.
 

Foto von der Lichterkette 2017 in Freistadt. 2018 gibt es Lichterketten in Freistadt, Wels, Vöcklabruck, Bad Ischl.Foto: privat

„Wir sehen die Demokratie durch einen schleichenden Abbau von Menschenrechten, einer Umverteilung von unten nach oben und einer wachsenden Unkultur in Sprache und Verhalten in Gefahr. Uns ist es daher wichtig, gegen Entwicklungen der Spaltung der Gesellschaft öffentlich aufzutreten.“ Protestiert wird unter anderem gegen die Kürzungen von Förderungen im Kulturbereich, die Einführung des 12-Stunden-Tages bzw. der 60-Stunden Woche, die Kürzungen bei der Mindestsicherung, bei Frauen- und Kulturprojekten, bei der Wohnbeilhilfe, die Abschaffung der Lehre für Asylwerbende, die Einstellung der erhöhten Familienbeihilfe für Menschen mit Beeinträchtigung, die Abschaffung des Kinderbetreuungsgeldes für Krisenpflegeeltern und den Erschwertem Zugang für Drittstaatenangehörige für leistbare (geförderte) Wohnungen.

„Wir lehnen eine Politik ab, die die Kluft zwischen Arm und Reich vergrößert und den sozialen Zusammenhalt in der Gesellschaft gefährdet. Die Kultur einer Gesellschaft zeigt sich darin, wie sie mit den Schwächeren umgeht. Wir treten dafür ein, dass alle Menschen am gesellschaftlichen Reichtum teilhaben können, für gute Arbeit und Menschlichkeit. Österreich ist ein reiches Land. Wir wollen Kraft und Mut machen: eine gerechte, solidarische, nachhaltige Gesellschaft ist möglich. Es ist genug für alle da!“


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