FSG fordert Karfreitag frei ohne Tauschgeschäfte
VÖCKLABRUCK. Der Vorsitzender der Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG), Josef Ablinger, und Betriebsräte pochen auf das Recht, welches den Arbeitnehmern durch den Europäischen Gerichtshof zugestanden wird. Mit den Betriebsräten im Bezirk startet er eine Unterschriftenaktion an die Regierung und das Parlament. Sie wollen verhindern, dass von der Regierung ein anderer Feiertag gestrichen wird.

Die Betriebsräte wollen mit ihrer Aktion die Regierung zum Einlenken bewegen. „Mich stört es, dass sich die Regierung nach dem Urteil des EuGH so schnell negativ zu einem zusätzlichen Feiertag geäußert hat“, betont Ablinger. Die Argumente seien immer dieselben. Die Wirtschaft könne sich das nicht leisten. Dabei sagen die Zahlen etwas anderes. „Jeder Österreicher erwirtschaftet pro Jahr ca. 34.000 Euro an Wertschöpfung. Da sind die Kosten für einen zusätzlichen Feiertag locker drin“, argumentiert auch Herbert Brauneis, Betriebsrat der Lenzing AG und Kandidat zur AK Wahl. Die Gewerkschafter verweisen auch darauf, dass die Arbeit vom Feiertag ja nicht liegen bleibt und so in vielen Branchen nicht mit zusätzlichen Kosten zu rechnen ist.
Gewinn für alle
Ein zusätzlicher Feiertag würde auch Teilen der Wirtschaft nutzen. Freizeitindustrie und Gastronomie könnten Gewinner sein. Auch die Familien würden von dem verlängerten Wochenende profitieren. Die Arbeitnehmer haben in der Wirtschaftskrise viel aushalten müssen. Seither arbeiten sie immer mehr auf Hochtouren. Arbeitszeit und Arbeitsdruck nehmen ständig zu. Das ist für viele sehr belastend. Da würde sich eine zusätzliche Erholungsphase auch für die Unternehmen lohnen, die auf die Gesundheit der Mitarbeiter schauen. „Das dürften ja hoffentlich die überwiegende Mehrheit sein“, so der FSG-Vorsitzende.








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