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VÖCKLABRUCK. Soziallandesrätin der SPÖ Birgit Gerstorfer tourt derzeit durch Oberösterreich, um vor Ort über das Thema Pflege zu informieren und mit den Menschen zu diskutieren. Vergangenen Mittwoch machte sie dazu im Hotel Auerhahn in Vöcklabruck Station.

Besuch von Soziallandesrätin der SPÖ Birgit Gerstorfer Foto: SPÖ
Besuch von Soziallandesrätin der SPÖ Birgit Gerstorfer Foto: SPÖ

In ihrem Eingangsstatement informierte Gerstorfer über die aktuelle Lage im Pflegebereich. So gibt es derzeit in Oberösterreich circa 80.000 Pflegebedürftige, von denen 60.000 zu Hause und 20.000 in Pflegeheimen und anderen Institutionen betreut werden.  Der Bedarf wird bis zum Jahr 2040 voraussichtlich auf 126.000 Pflegebedürftige steigen.

„Damit ist klar: wir müssen die Betreuungs- und Pflegeangebote ausbauen und individualisieren“, so die Landesrätin. Erfolgreiche Modelle aus anderen Bundesländern und anderen europäischen Staaten sollen als Vorbild herangezogen werden. Vor allem im Bereich der Demenz müsse eine neue Angebotspalette entwickelt werden.

Leistbare Pflege

Um sich die Pflege in Zukunft auch leisten zu können soll das Pflegeangebot über einen Pflegegarantiefonds aus einer Hand finanziert werden. Beim Thema Pflege dürfe es absolut keine Gewinn-Interessen geben, wie es bei einer Pflegeversicherung der Fall wäre. 

Pflegeberuf attraktiver gestalten

Ein brennendes Thema auch im Bezirk Vöcklabruck ist die Situation des Pflegepersonals, sei es im stationären wie auch im mobilen Bereich. Ordentliche Bezahlung, würdige Arbeitsbedingungen und eine Überarbeitung des Pflegepersonalschlüssels sollen dazu beitragen, den Pflegeberuf zu attraktiver zu machen und die hart arbeitenden Kräfte zu entlasten.

Antwortenaustausch

Im Anschluss stellte sich Birgit Gerstorfer den vielen Fragen der Anwesenden, die aus verschiedenen Gründen gekommen waren. „Der Pflegeberuf ist ein wunderschöner Beruf, der einem sehr viel zurückgibt. Das Arbeitspensum – und hier besonders der Nachtdienst - ist allerdings kaum mehr zu bewältigen“, berichtet ein Betroffener.

Selbst einen Eindruck machen

Im Vorfeld des Diskussionsabends nutzte Landesrätin Gerstorfer die Gelegenheit und stattete dem Städtischen Seniorenheim und der Notschlafstelle Mosaik einen Besuch ab. Sie konnte sich dort von der hervorragend geleisteten Arbeit überzeugen, aber auch von den schwierigen Rahmenbedingungen ein Bild machen.

Am Ende des intensiven Tagesprogramms stellte Birgit Gerstorfer noch einmal klar: „Pflege geht uns alle an, jeder und jede von uns kann damit einmal konfrontiert werden.“


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