Bauernbund OÖ: Bauern verlangen ordentliche Preise von den Handelsriesen

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Wolfgang Macherhammer Wolfgang Macherhammer, Tips Redaktion, 27.02.2020 09:57 Uhr

BEZIRK. Gestern demonstrierten Bauern auch im Bezirk Vöcklabruck vor mehreren Spar-Filialen - so in Mondsee, Attnang-P., Frankenmarkt und St. Georgen/A. In Oberösterreich fuhren mehr als Tausend  Bauern mit ihren Traktoren auf, weil ein Entgegenkommen bei den Preisverhandlungen ausgeblieben ist. Im Bezirk Vöcklabruck nahmen insgesamt 100 Bauern mit ihren Traktoren am Protest teil. Die Forderungen des Bauernbundes richten sich aber an alle Handelsriesen.  

Immerhin fast 90 Prozent des gesamten Lebensmittelhandels ist in der Hand von nur drei Unternehmen. Die Handelskonzerne stellen sich mit ihrem Einkaufsverhalten gegen die heimischen Bauernfamilien und somit gegen die nachhaltigste Form der Landwirtschaft. Die Forderungsliste des Bauernbundes beinhaltet faire Preise für die landwirtschaftlichen Produkte, einen Stopp der „überbordenden Aktionitis“ auf Kosten der Verarbeiter und Produzenten, einen Regionalbonus auf heimische Lebensmittel und eine klare Deklaration der Lebensmittelherkunft.

Bauernbund stellt Forderungen

„Mehr Leistung und mehr Fleiß für weniger Geld geht sich nicht aus. Das bekommen wir Bauern und jetzt auch die lebensmittelverarbeitenden Unternehmen zu spüren. Wir fordern deshalb einen Stopp dieser permanenten Aktionitis bei heimischen Lebensmitteln“, betonte Landesrat, Bauernbund-Landesobmann Max Hiegelsberger. Lediglich 9,7 Prozent des Haushaltseinkommens wird durchschnittlich noch für Lebensmittel ausgegeben. Dem Bauernbund geht es nicht um eine Verteuerung von Lebensmitteln, sondern um eine gerechte Aufteilung der Margen entlang der Wertschöpfungskette. Es geht auch um mehr Wertschätzung für Österreichs Vorreiterrolle beim Umwelt- und Tierschutz durch eine faire Preisgestaltung. Österreichs Bauern sind die ersten Betroffenen und gleichzeitig Teil der Lösung zur Bekämpfung des Klimawandels. Gefordert wird ein „Österreichbonus“ für in Österreich produzierte Lebensmittel! „Wir fordern das Aus für das unsägliche Spielchen mit dem rot-weiß-roten Fähnchen auf Lebensmitteln aus dem Ausland. Es darf nur Österreich draufstehen, wo Österreich drinnen ist – alles andere ist Konsumententäuschung!“, so die konkrete Forderung des Bauernbundes. 

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