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FRANKENMARKT. Die Ereignisse der vergangenen Tage haben gezeigt, wie wichtig die Investitionen der letzten Jahrzehnte in den Hochwasserschutz waren. Auch in Frankenmarkt hat der derzeit bestehende Hochwasserschutz, welcher auf ein 30-jährliches Hochwasser ausgelegt ist, gehalten und wirtschaftliche Schäden sowie menschliches Leid verhindert.

Hochwasserschutz in FrankenmarktFoto: Asamer
Hochwasserschutz in FrankenmarktFoto: Asamer

„Die Wettersituation der letzten Tage hat die Feuerwehren, aber auch den Hochwasserschutz auf die Probe gestellt. Unsere Florianis haben wieder gezeigt, was sie zu leisten imstande sind und die Schutzbauten haben ihre Aufgabe erfüllt. Neben dem unerlässlichen Beitrag der Feuerwehren zu unserer Sicherheit, hat sich also klar gezeigt, wie wichtig ein gut geplanter und ordentlich ausgeführter Hochwasserschutz ist“, zieht Landesrat Wolfgang Klinger Resümee.

Bauarbeiten Ende 2020 angeschlossen

Um den Hochwasserschutz in Frankenmarkt weiter zu verbessern, wird seit Mitte 2019 an Schutzbauten gearbeitet, die auf ein 100-jährliches Hochwasser ausgelegt sind. Die Anlage steht vor der Fertigstellung. Ebendort wurden durch wiederkehrende Hochwässer, zuletzt im Juni 2016, im Talbodenbereich der Freudenthaler Ache sowie der Dürren Sprenzl erhebliche Schäden an Gebäuden und Infrastruktur verursacht. Die Marktgemeinde Frankenmarkt hat sich daher entschlossen entsprechende Bauwerke zu errichten, um für die betroffene Bevölkerung, rund 70 Wohngebäude, sowie anderer Anlagen (14 Betriebe, Westbahnstrecke etc.) einen 100-jährlichen Hochwasserschutz herzustellen. Nach mehrjähriger Planungsphase erfolgt ab Mitte 2019 die Realisierung der Schutzmaßnahmen. Die Bauarbeiten sollen bis Ende 2020 abgeschlossen sein.

Schutzmaßnahmen und ökologische Verbesserung

Neben großzügigen Gerinneaufweitungen, als auch linearen Bauwerken wie Dämme und Mauern ist ein Rückhaltebecken (etwa 200.000 Quadratmeter Speichervolumen) an der Freudenthaler Ache der zentrale Bestandteil dieses Hochwasserschutzprojektes. Weiters soll die Dürre Sprenzl im Bereich des Sägewerks Griesmayr an den östlichen Rand des Betriebsareals verlegt werden.

Schutzmaßnahmen allein entsprechen nicht mehr den heutigen Planungsgrundsätzen, weshalb ein Hauptelement des Projektes die ökologische Verbesserung der Gerinnestrecken ausgehend vom Rückhaltebecken bis zur Mündung in die Vöckla ist.

Präventives Potenzial

In Summe wird mit einem Gesamtprojektbudget von 6.200.000 Euro gerechnet. Die Finanzierung der tatsächlichen Kosten erfolgt durch Bund, Land Oberösterreich und Marktgemeinde Frankenmarkt sowie zusätzlich durch Sonderbeitragsmittel von den ÖBB. Die Planungs- und Ausführungsarbeiten werden durch den Gewässerbezirk Gmunden beaufsichtigt und koordiniert.

„Hochwasserschutzanlagen wie jene in Frankenmarkt haben ein hohes präventives Potenzial. Mit ihren linearen Dämmen und großzügigen Rückhaltebecken können sie viel Wasser aufnehmen und so gröbere Schäden verhindern. Zudem werden auch die Feuerwehren entlastet“, betont Klinger die Wichtigkeit des Hochwasserschutzes


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