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FRANKENBURG. Seit fast einem Jahr ist Heinz Leprich nun Bürgermeister der Marktgemeinde. Neben den Herausforderungen im Umgang mit dem Coronavirus beschäftigt ihn der Bau des Schulzentrums sowie das derzeit brachliegende kulturelle Leben in Frankenburg, das sonst viele Veranstaltungen hat.

Die Fertigstellung des Schulzentrums ist für Schulbeginn 2022 geplant. Foto: Ebner
Die Fertigstellung des Schulzentrums ist für Schulbeginn 2022 geplant. Foto: Ebner

Im Oktober des Vorjahres war Heinz Leprich (SPÖ) zum Bürgermeister der Marktgemeinde Frankenburg gewählt worden. Mit dem Lockdown im Frühjahr kamen besondere Herausforderungen auf ihn zu. Er organisierte Einkäufe für die Risikogruppe und führte sie teilweise sogar selber durch. In Bürgermeisterbriefen informierte er die Bevölkerung laufend über die neuen Regeln, etwa im Altstoffsammelzentrum, im Kindergarten, in der Schule und vieles mehr.

Zuhausebleiben und Abstandhalten

Heinz Leprich lobt die Disziplin der Gemeindebürger beim Zuhausebleiben und Abstandhalten. Nach lediglich drei positiven Fällen im Frühling gab es noch einmal fünf nach einer Schulschlussfeier. Um die Gefahren besonders für die Risikogruppen hintanzuhalten, musste Leprich den Tag der Senioren, die Lehrlingsmesse und andere Veranstaltungen leider absagen. „Sicherheit geht vor. Daher wird es auch am heurigen Martinikirtag keine weiteren Veranstaltungen geben. Lediglich der Standlmarkt sollte nach den dann geltenden Bestimmungen durchgeführt werden können“, so der Ortschef. Leprich bedauert besonders die Absage der Gewerbemesse, die immer eine großartige Schau der Wirtschaftskraft der Frankenburger Firmen war. Durch weniger Einnahmen bei den Ertragsanteilen und höhere Ausgaben im Sozialbereich bleibt der Gemeinde kaum Geld für Investitionen, die der regionalen Wirtschaft zugutekommen.

Weichenstellungen für die Zukunft

Trotzdem will Leprich das Beste aus der Situation machen. Dabei sei es wichtig, die Weichenstellungen für die Zukunft im Auge zu behalten und die lokale Wirtschaft zu fördern. Doch das größte Anliegen ist ihm, das soziale und kulturelle Leben, wieder möglich zu machen, wofür Frankenburg weit über seinen Grenzen hinaus bekannt ist. Die Vorbereitungen für die 400-Jahr-Feier der Markterhebung im nächsten Jahr laufen jedenfalls auf Hochtouren.

Baustart für Schulzentrum

Positive Nachrichten gibt es zum lange geplanten Projekt Schulneubau: Mit einer Abrisszeremonie konnte vor kurzem der Startschuss für den Bau gesetzt werden. Das Bauprojekt unterhalb der Musikschule umfasst die Errichtung von 13 Klassen Volksschule und acht Klassen Mittelschule. Es hat zwei, auch von der Hauptstraße zugängliche Turnsäle und eine Nutzfläche von rund 5.300 Quadratmeter. Die Fertigstellung für dieses Bildungsprojekt, das unter Leitung der Neuen Heimat von der Schmid Baugruppe errichtet wird und etwa 14 Millionen Euro kosten wird, ist zu Schulbeginn 2022 geplant.

Der gesamte Planungs- und Bauprozess wird in der pädagogischen Entscheidungsfindung strukturiert und von den Experten der Firma „LernLandSchaft“ begleitet. Schule ist mehr denn je ein wertvoller Lebens- und Arbeitsraum. Ein modernes Schulgebäude mit offenen Bereichen und sogenannten Marktplätzen als Begegnungs- und Erlebnisbereichen erfüllt einen modernen pädagogischen Anspruch. Offene Raumstrukturen mit fließenden Übergängen der Bildungsbereiche schaffen ein für die Schüler erlebnisreiches und räumlich interessantes Lern- und Spielumfeld.

11. bis 13. Juni 2021:

400-Jahr-Feier der Markterhebung Frankenburg


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