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TIMELKAM. “Nachhaltig leben und regional versorgt heißt global gedacht“, so lautete die Überschrift zum Vortrag des Kath. Bildungswerkes. Geht das überhaupt, was kostet das und welchen Zusammenhang hat beides?

Johannes Brandl bei seinem Vortrag in Timelkam Foto: Eras Grünbacher
Johannes Brandl bei seinem Vortrag in Timelkam Foto: Eras Grünbacher

Johannes Brandl, Leiter und Hotelmanager im Bildungszentrum SPES Haus in Schlierbach beweist in der Praxis des Hotels, dass es möglich ist. 80% Versorgung aus der Kremstalregion, direkt vom Hof, bio und das sogar in Summe noch günstiger als im Großmarkt eingekauft. Dadurch kommen Arbeitsplätze in die Region, wird die Kaufkraft vor Ort gestärkt und das bringt zusätzlichen Konsum in das Gebiet. „Wenn ich Fleisch, Soja und vieles andere aus der nächsten Umgebung beziehe, schone ich die Umwelt und der Urwald in Brasilien bleibt verschont. Eine positive Spirale, die allen Beteiligten zu Gute kommt, ein gutes Gefühl schafft und zudem die Gemeinschaft stärkt. Und da dies im Kleinen funktioniert, geht es auch im nächst größeren Projekt, usw. Es geht darum, dass Jeder in seinem Bereich, in dem er etwas bewirken kann, aktiv wird. Ich kann und brauche nicht die Welt verbessern, jedoch meine Umgebung kann ich lebenswerter gestalten“, so Brandl.

Wieder auf Werte achten

Johannes Brandl geht es auch darum, dass wir wieder Werte hervorheben und auch leben – eine weitere starke Aussage in seinem Vortrag. Vor allem geht es darum, Gemeinschaft statt Individualismus zu praktizieren, die Nachbarschaftshilfe und vieles mehr wieder auszubauen. Hoffnung verbreitete er auch mit der Feststellung, dass bereits eine aktive Minderheit eine Bewegung in Gang setzen kann, die sich dann zu einer positiven Lawine ausweitet. Veränderungen beginnen im Kleinen – also in unserer direkten Umgebung. Zum Schluss gab er  noch eine Reihe von Anregungen zum Aktivwerden in der eigenen Umgebung mit. Gemeinschaftsgärten, Bürgerbeteiligungen, Betreuungsnetzwerke, regionale Projekte unterstützen: Car-Sharing, Tauschbasare, usw. um nur einige zu nennen.

Ein anregender Vortrag, bei dem die Besucher bis zum Schluss gebannt den Ausführungen des Vortragenden horchten und sich auch rege an der Schlussdiskussion beteiligten.


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