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VÖCKLABRUCK. Ein außergewöhnliches Jahr ist zu Ende gegangen. Durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie wurden die meisten Veranstaltungen abgesagt. Dennoch ist im Stadtmarketing einiges passiert.

Simon Pecher und Ulli MeinhartFoto: Stadtmarketing Vöcklabruck
Simon Pecher und Ulli MeinhartFoto: Stadtmarketing Vöcklabruck

Zu Beginn des Jahres fiel die Entscheidung auf Ulli Meinhart als neue Stadtmanagerin. Auch aufgrund ihrer Ausbildung und beruflichen Erfahrung im Marketing bei international tätigen Unternehmen sowie ihrer Selbstständigkeit in Vöcklabruck wurde Meinhart unter 20 Bewerbern nach einem Hearing, bei dem der Vorstand des Stadtmarketings sowie Vertreter der Fraktionen, der Bürgermeister und der Stadtamtsdirektor anwesend waren, bestellt. „Sie ist in Vöcklabruck sehr gut vernetzt. Das ist ausgesprochen wichtig in diesem Job“, sagt ihr neuer Chef, Stadtmarketing-Obmann Simon Pecher.

Herausforderung Corona-Pandemie

Seit Beginn des ersten Lockdowns im Frühjahr war im Jahr 2020 Kreativität und Spontanität gefragt. So wurden im März kurzerhand der Besorgungsnotdienst, gemeinsam mit der Stadtgemeinde und vielen freiwilligen Helfern, sowie die „Osternesterl-Aktion“ ins Leben gerufen. Hier konnten online Osternesterl, gefüllt mit Geschenken und Gutscheinen der Vöcklabrucker Betriebe, individuell zusammengestellt werden. An die 100 Osternesterl wurden bestellt, vom Tourismusbüro und Stadtmarketing vorbereitet und rechtzeitig zu Ostern mittels Lieferservice im gesamten Bezirk zugestellt. Auch für den Muttertag und zuletzt für die Nikolaussackerl-Aktion wurde diese Möglichkeit von vielen Kunden in Anspruch genommen.

Veranstaltungen

2020 war das Jahr von kleinen, spontan organisierten Veranstaltungen im Rahmen der erlaubten Möglichkeiten. So fanden in den Sommermonaten drei Einkaufsnächte statt einer großen Feuernacht statt. Viele Geschäfte hatten bis 21 Uhr geöffnet und Besucher konnten so das Flair in der Stadt genießen und nach Lust und Laune stöbern, entdecken und einkaufen. Das gastronomische Angebot war auf die bestehenden Lokale am Stadtplatz beschränkt. Weitere Bars oder zusätzliches Rahmenprogramm gab es aufgrund der geltenden Maßnahmen nicht. Die Kaufleute zeigten sich mit den Sommernächten durchaus zufrieden. „Die Sommernächte waren eine sehr gute Alternative zu den bisher gewohnten Veranstaltungen“, sagt Roman Huemer-Erber.

Etwas verspätet startete Ende Juni auch die Platzkonzerte Saison. Sie wurde erstmalig durch das Angebot der Sommerbühne, bei der der Fokus auf Straßenkunst und akustischer Live-Musik lag, ergänzt. Auch der Kunsthandwerksmarkt Ende Juni sowie der Schnäppchenmarkt Ende August waren ein voller Erfolg.

Stadtmarketing und Fensterln

Großen Zuspruch fand die Kooperation des Stadtmarketings mit Susanne Binders „Shop local“ Blog „Fensterln“ (www.fensterln-gehen.at). Gemeinsam wird so seit Juli 2020 das Schaufenster im neuen Büro des Tourismusverbandes Hausruckwald und des Stadtmarketings am Stadtplatz Nr. 10 gestaltet. Das monatlich wechselnde Schaufenster bietet so für sechs bis acht Vöcklabrucker Betriebe die Möglichkeit, sich sowohl online mittels Blog als auch analog im Schaufenster in zentralster Vöcklabrucker Lage zu präsentieren.

Große Nachfrage nach Einkaufsgutschein

Ein regelrechter „Run“ fand in der Vorweihnachtszeit auf den Vöcklabrucker Einkaufsgutschein statt! Viele Unternehmen und auch Privatpersonen nutzen den Gutschein mit seinen über 120 Partnerbetreiben, um ein Stück Regionalität zu schenken. Und so war der Gutschein am 23. Dezember tatsächlich ausverkauft. Ab Mitte Jänner wird er aber wieder verfügbar sein.

„Wir sind in schwierigen Zeiten, aber nach diesem Jahr lässt sich aber doch ein klarer Trend in Richtung Regionalität und Persönlichkeit beim Flanieren und Einkaufen erkennen. Das ist eine große Chance für neue, aber auch bestehende Betriebe“, so Pecher.

Ulli Meinhart freut sich auf das neue Jahr: „Ein herausforderndes Jahr liegt hinter uns. Nichts blieb, wie es war, vieles musste neu gedacht werden. Es war nicht immer leicht, dennoch bin ich mir sicher: Wir haben die Möglichkeit bekommen, uns neu zu orientieren und neu zu gestalten. Darauf freue ich mich im kommenden Jahr.“


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