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Equal Pay Day in Vöcklabruck: Frauen verdienen mehr

Wolfgang Macherhammer, 01.10.2021 10:34

VÖCKLABRUCK. Frauen in Gesundheitsberufen, im Handel, in der Reinigung, in der Produktion oder in der Kinderbildung: Ihr Beitrag zum Funktionieren unserer Gesellschaft ist unumstritten. Dennoch haben Männer im Bezirk schon am 3. Oktober so viel verdient, wie Frauen in einem ganzen Jahr. Diesen „Equal Pay Day“ nehmen die ÖGB-Frauen in Vöcklabruck zum Anlass für Straßenaktionen.

Gewerkschafterinnen fordern gleiche Bezahlung von Frauen und Männern. (Foto: ÖGB)
Gewerkschafterinnen fordern gleiche Bezahlung von Frauen und Männern. (Foto: ÖGB)

Mit Plakaten positionieren sie sich an gut frequentierten Plätzen und stellen klar: Es ist genauso viel wert, Haare zu schneiden, Menschen zu pflegen oder Kinder zu unterrichten wie Mauern zu bauen, Computer zu programmieren oder Autos zu reparieren. „Wir wollen, dass Frauen endlich fair bezahlt werden!“, sagt ÖGB-Frauenvorsitzende Christa Ensberger. „Dazu braucht es ein gesellschaftliches Umdenken, was den Wert von Arbeit betrifft, die häufig von Frauen verrichtet wird. Ein wesentlicher Schritt in die richtige Richtung wäre zudem ein Mindestlohn von 1.700 Euro.“

Einkommensunterschiede in Oberösterreich besonders ausgeprägt

Fast 23 Prozent weniger als Männer verdienen Vollzeit und ganzjährig beschäftigte Frauen in Oberösterreich. Damit liegt das Bundesland wie schon in den vergangenen Jahren auf dem unrühmlichen vorletzten Platz vor Vorarlberg. Der Equal Pay Day wird somit in Oberösterreich besonders früh begangen. Bundesweit machen die Einkommensunterschiede zwischen den Geschlechtern „nur“ 18,5 Prozent aus, der Equal Pay Day ist österreichweit der 25. Oktober. Mit ihren Plakataktionen wollen die Frauen einmal mehr ein Zeichen gegen diese Ungerechtigkeit setzen und die Arbeitnehmerinnen aufrütteln. „Es ist höchste Zeit, dass konkrete Schritte – wie etwa 1.700 Euro Mindestlohn – umgesetzt werden. Wenn wir warten, bis sich die Einkommensschere von selbst schließt, werden wir das nicht mehr erleben“, betont Ensberger.


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