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FRANKENBURG. Norbert Weber wurde im Oktober zum ersten Frankenburger ÖVP-Bürgermeister seit 1967 gewählt. Zum schwierigen Beginn mit vielen Coronamaßnahmen gab es eine unerwartete Herausforderung, die den 35-jährigen Ehemann und Vater zweier Kinder seit vergangenem Herbst immer wieder in Beschlag nimmt.

Bürgermeister Norbert Weber (Foto: Adelsgruber)
Bürgermeister Norbert Weber (Foto: Adelsgruber)

Bald nach der Wahl wurde in Frankenburg die Bundesbetreuungsstelle für Asylwerber in einer Fabrikshalle wieder geöffnet. Der Bürgermeister ist seither in ständigem Kontakt mit den Behörden, um die Anzahl der Betreuten zu reduzieren. „Ich setze mich für eine gerechte Verteilung ein“, bestätigt Norbert Weber, der derzeit viel koordinierend und beruhigend unterwegs ist. Weil alle Beteiligten sehr besonnen agieren, gab es bisher keine nennenswerten Vorfälle.

Positive Nachrichten am Gemeindeamt

Einige Entwicklungen waren in den ersten 100 Tagen Norbert Webers als Frankenburger Bürgermeister sehr erfreulich. So konnte er etwa der Frankenburger Fußballerin Laura Wienroither zu ihrem Karrieresprung gratulieren. Am Gemeindeamt sind die wichtigsten Zahlen im Plus. Ein ausgeglichenes Budget gibt Spielraum für zukunftsweisende Gestaltungen und der Bau des Schulzentrums schreitet planmäßig voran. „Der Schulbau hat erste Priorität“, betont Bürgermeister Weber: „Wenn sich aber trotz des dadurch stark belasteten Budgets ein Spielraum ergibt, werden wir in den nächsten Jahren die Sanierung des Straßennetzes forcieren.“

Ansprechpartner für die Ehrenamtlichen und die Bediensteten

Zahlreiche Gespräche mit Vertretern der Feuerwehren, des Roten Kreuzes, der über 60 aktiven Vereine und natürlich mit vielen der 140 Gemeindebediensteten prägten neben der alltäglichen Arbeit die ersten 100 Tage. Ein besonderes Anliegen ist dem neuen Bürgermeister die Einsatzbereitschaft des Bauhofes, für den Mitarbeiter gesucht werden. Die Vorzüge Frankenburgs als attraktive Arbeits- und Wohngemeinde herauszustellen, ist Norbert Weber ein besonderes Anliegen, denn auch für das Altenheim werden stets Mitarbeiter benötigt und fürs Freibad sucht man einen Pächter.

Parteipolitik hat keinen Platz

Was das Gemeindegeschehen betrifft, freut Bürgermeister Weber die Bereitschaft aller zur fast schon sprichwörtlichen, guten Zusammenarbeit in Frankenburg. „Die besten Ideen sollen umgesetzt werden, unabhängig von Parteipolitik“, ist Webers Credo und zugleich Einladung an alle Fraktionen. Als äußeres Zeichen dafür berichten ab jetzt die Obleute der Ausschüsse direkt in der Gemeindezeitung über ihr Engagement und ihre Fortschritte.

„Gerade in der Kommunalpolitik, in der sich sehr viele Ehrenamtliche bereiterklären, in ihrer Freizeit mitzuwirken, um unsere Heimatgemeinde positiv zu gestalten, hat Parteipolitik keinen Platz“, findet der Frankenburger Bürgermeister. „Man muss heutzutage froh sein, dass sich Personen für diese Tätigkeiten engagieren“, weiß Norbert Weber aus eigener Erfahrung als Mitglied der Frankenburger Trachtenmusikkapelle.


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