„Müssen alles tun, was möglich ist!“
VÖCKLABRUCK. Der Mangel an Lehrlingen, Fachkräften und Arbeitskräften bei den mehr als 3.200 Firmen im Bezirk Vöcklabruck, die Mitarbeiter beschäftigen, ist enorm – und wird von Monat zu Monat eklatanter.

„Obwohl unsere Betriebe derzeit mehr als 60.000 Menschen einen Arbeitsplatz geben, mehr als je zuvor“, berichtet der Bezirksobmann der Wirtschaftskammer, Stephan Preishuber. Vor zehn Jahren lag die Beschäftigtenzahl im Bezirk Vöcklabruck noch bei 52.000 Arbeitsplätzen. Besonders dringend wird das Problem gerade jetzt vor der Sommersaison in den Wirtshäusern, in den Restaurants und Hotels im Bezirk Vöcklabruck.
Initiativen und Projekte
Der OÖ Fachkräftemonitor zeigt, dass leider kein Licht am Ende des Tunnels zu erwarten ist. Jugendliche, die eine Lehre oder Ausbildung beginnen, werden weniger. Viele langjährige Mitarbeiter werden in den kommenden Jahren in Pension gehen. „Daher wird es für die Betriebe immer wichtiger, dass sie die benötigten Fach- und Arbeitskräfte möglichst bald in die Firma holen, selbst ausbilden und an den Betrieb binden“, sagt Josef Renner, Leiter der WKO Vöcklabruck. Unterstützung bekommen die Unternehmen vor Ort durch zahlreiche Initiativen und Projekte. Die OÖ Job Week Anfang April war zum Beispiel ein ganz neuer Versuch, die Arbeitsplätze und die vielen Jobchancen in der Region bekannter zu machen.
Lehrlings- und Bildungsmesse
Die Lehrlings- und Bildungsmesse am 19. und 20. Mai wird ebenfalls die Kontakte der Jugendlichen zu den Betrieben stärken und vor allem die Vielfalt der Lehrstellen aufzeigen. Erstmals wird heuer auch ein Schwerpunkt auf den offenen Messebetrieb gesetzt: es können nicht nur Schulklassen zur Messe kommen, sondern es sind vor allem auch die Eltern aufgerufen, am Donnerstag und Freitag Nachmittag mit ihren Jugendlichen zur Messe zu kommen und in spannende Lehrberufe und Firmen hineinzuschnuppern. Knapp 70 Aussteller präsentieren mehr als 60 verschiedene Lehrberufe


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden