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REGAU/OÖ. Allmählich tritt die Kehrseite der Globalisierung zutage. Die Souveränität der Staaten ist vielen Wirtschaftsbereichen einer gegenseitigen Abhängigkeit gewichen. Was das im Krisenfall bedeutet, hat die Pandemie gezeigt. Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger lud zu einer Pressekonferenz mit heimischen Landwirten ein.

Vier Viertel, vier Erzeugergemeinschaften – so geht Versorgungssicherheit: Martin Paminger (Geschäftsführer Sauwalderdäpfel), Agrar-Landesrätin Michaela Langer-Weninger, Manfred Schauer (Obmann Eferdinger Landl-Erdäpfel), Alois Silmbroth (Obmann Salzkammergut Erdäpfel) und Ewald Mayr (Obmann der OÖ Obst- und Gemüseproduzenten) (Foto: Land OÖ/Daniel Kauder)

„Die Teuerung trifft aktuell alle hart – von Bauern, Experten über den Verarbeiter bis zum Konsumenten. Die Preise für Energie, Sprit, Rohstoffe aber auch für die Produkte des täglichen Lebens steigen stetig. Experten gehen mittlerweile von einer Inflation von bis zu 7,5 Prozent aus. Steigende Preise sind damit in jedem Wirtschaftssektor und jedem Lebensbereich die Regel. Dennoch sorgen unsere Bauern für leistbare Vitamine vom Feld und gesunde Lebensmittel vom Hof. Im Gegenzug liegt es an uns Konsumenten, beim täglichen Einkauf auf die Herkunft zu achten und regionalen Produkten den Vorzug zu geben. Jeder Griff zum Lebensmittel aus Oberösterreich ist ein Produktionsauftrag. Der Kauf von Importware zum Billigstpreis führt dagegen zwangsläufig zu einer Verlagerung der Produktion ins Ausland und damit zum Verlust der Versorgungssicherheit in Österreich. Damit hat es jeder von uns tagtäglich in der Hand, über die weitere Entwicklung der Ernährungssouveränität in Österreich zu entscheiden“, stellt Michaela Langer-Weninger klar.

Billigstpreis-Importe gefährden Versorgungssicherheit

Bei Lebensmitteln wie Fleisch, Milch, Käse, aber auch bei Erdäpfeln ist heimische Ware das ganze Jahr über verfügbar. Die bäuerliche Interessensvertretung und regionale Erzeugergemeinschaften machen hierauf seit Jahren aufmerksam und appellieren an die großen Handelskonzerne ebenso wie an die Konsumenten, von Billigstimporten aus dem Ausland Abstand zu nehmen. So auch nun zum Saisonstart der Heurigen, also der ersten Erdäpfel aus dem Anbaujahr 2022. Ende Mai/Anfang Juni gibt es diese Frühkartoffel aus heimischer Erzeugung erstmals zu kaufen. Bis 10. August dürfen die Frühkartoffeln als „Heurige“ vermarktet werden. Auf österreichische Qualität verzichten müssen Konsumenten ab da aber nicht. Die Ernte der ersten lagerfähigen Kartoffeln – das Erdäpfel-Klauben – startet im August. Lagerkartoffeln lassen sich aufgrund ihrer festen Schale auch vorrätig halten, sodass es übers ganze Jahr Ware aus Österreich gibt. Dank vieler regionaler Erzeugergemeinschaften ist es oftmals sogar möglich ein ganzes Jahr Erdäpfel aus einer Region zu beziehen.

Salzkammergut Erdäpfel

Eine dieser Erzeugergemeinschaften sind die „Salzkammergut Erdäpfel“. Aus der Region für die Region werden sie von sieben Landwirten auf 30 Hektar produziert. Die treibende Kraft hinter der Erzeugergemeinschaft aus dem Salzkammergut ist die Familie Silmbroth aus Regau. Am Betrieb von Obmann Alois Silmbroth werden Erdäpfel gepflanzt, geerntet und Ab-Hof vermarktet: „Wir stellen aber auch am Regauer Bauernmarkt aus und dürfen uns über viele treue Kunden freuen. Neben den Salzkammergut Erdäpfeln erfreuen sich dort unser Erdäpfelkas und die selbstgemachten Bauernchips großer Beliebtheit.“ Ergänzt wird das Sortiment von Familie Silmbroth durch saisonales Frisch- und Lagergemüse. „Von Chinakohl über Herbstrüben bis Kraut und Sellerie. Bei uns gibt es regionale Vitamine frisch vom Salzkammerguter Feld“, so der Gemüsebauer.


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