Neue Vorsitzende bei den ÖGB Frauen Vöcklabruck
VÖCKLABRUCK. Beim Treffen der ÖGB-Frauen, an dem Betriebsräte aus Betrieben des Bezirkes Vöcklabruck teilnahmen, wurde Sandra Renner zur neuen Vorsitzenden gewählt. Sie übernahm die Nachfolge von Christa Ensberger.

Die scheidende Vorsitzende Christa Ensberger betont die Wichtigkeit der politischen Arbeit für Frauenanliegen. „Egal ob Coronakrise oder jetzt die massive Teuerung. Frauen sind oft besonders stark betroffen“, sagt Ensberger. Sie verweist auf die niedrigeren Löhne von Frauen, die deshalb die Inflation besonders hart trifft. Sie erinnert auch an die familiäre Doppelbelastung vieler Mütter während des Lockdowns in den Schulen.
Kampf gegen Teuerung
Auch Sandra Renner kennt die Probleme vieler berufstätiger Frauen genau. Renner ist Betriebsratsvorsitzende im Maximarkt Vöcklabruck. Sie arbeitet im Handel, wo es wegen langer Öffnungszeiten oft Probleme mit der Kinderbetreuung gibt. Sie fordert ein besseres Angebot bei der Kinderbetreuung. „Was nützt einer Handelsangestellten ein Kindergarten, der ab 17 Uhr geschlossen ist, wenn sie bis 19.30 Uhr arbeitet?“, fragt Renner. Sie ärgert sich auch über die Landesregierung, die arbeitende Mütter mit den Extragebühren für die Nachmittagsbetreuung bestraft.
Momentan steht bei den ÖGB-Frauen der Kampf gegen die Teuerung im Mittelpunkt. „Gerade Alleinerzieherinnen sind besonders stark betroffen. Wenn eine Frau 1.500 Euro netto Einkommen hat und davon Wohnung, Auto und Leben bezahlen muss, wird es knapp, wenn auf einmal statt 120 Euro für Strom und Heizung 410 Euro bezahlt werden müssen“, sagt Renner.


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