Winzig: Heimische Unternehmen profitieren vom Wegfall der EU-Binnengrenzen
ATTNANG-PUCHHEIM. In Straßburg wird das 30-jährige Jubiläum des EU-Binnenmarktes gefeiert. „Mit dem EU-Binnenmarkt sorgen wir seit 30 Jahren für freien Waren-, Dienstleistungs- sowie Kapitalverkehr und Personenfreizügigkeit. Diese Vorteile sind für alle EU-Bürger direkt spürbar“, so Angelika Winzig, ÖVP Delegationsleiterin im Europäischen Parlament, aus dem Bezirk Vöcklabruck, der eine der wirtschaftsstärksten Regionen.

Sieben von zehn Befragten halten die Personenfreizügigkeit beispielsweise für wichtig und 73 Prozent der Konsumenten in Österreich sagen, dass auch sie direkt vom Binnenmarkt profitieren, wie eine aktuelle Umfrage der Österreichischen Gesellschaft für Europapolitik (ÖGfE) zeigt. Der Binnenmarkt hat auch positive Auswirkungen auf Klein- und Mittelbetriebe, laut 57 Prozent der Befragten. „Insgesamt gibt es mittlerweile rund 63.100 österreichische Exportbetriebe. Die überwiegende Mehrheit sind Klein- und Mittelbetriebe. Oberösterreich ist das Exportbundesland Nummer 1, denn jeder 5. österreichische Exportbetrieb ist in Oberösterreich angesiedelt und ein Viertel der österreichischen Warenexporte kommt aus meinem Heimatbundesland. Alleine anhand der wichtigsten Exportdestinationen, wie Deutschland, Italien und Polen, sehen wir, wie wichtig der Binnenmarkt gerade für uns in Oberösterreich ist“, so die Unternehmerin Winzig.
„Große Errungenschaft“
„Durch den Wegfall der Grenzkontrollen innerhalb der EU kam es zu einer deutlichen Kostenersparnis für unsere Export-Firmen“, erklärt Winzig. Die Kosten der Bürokratie an der Grenze machten laut Berechnungen der Europäischen Kommission vor Vollendung des Binnenmarktes 2 bis 5 Prozent des Warenwertes aus. „Aufgrund des Wegfalls der Binnengrenzen in der EU ersparen sich die heimischen Unternehmen im EU-Export jährlich rund 2,2 bis 5,5 Milliarden Euro. Außerdem schaffen wir ein Level-playing-field innerhalb der EU“, beschreibt Winzig die Vorteile für die heimischen Unternehmen. „Der EU Binnenmarkt ist eine große Errungenschaft, die wir weiter ausbauen und auf internationaler Bühne stärken müssen. Gerade jetzt brauchen wir eine starke und geeinte Europäische Union mit einem stabilen Binnenmarkt“, so Winzig.


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