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Wahlprogramm und Spitzenkandidatin aus dem Bezirk Vöcklabruck für die AK-Wahl präsentiert

Emma Salveter, 14.02.2024 14:45

BEZIRK VÖCKLABRUCK. Die Arbeiterkammerwahl findet heuer von 5. bis 18. März statt. Im Bezirk Vöcklabruck sind rund 42.000 Personen wahlberechtigt. In Gampern präsentierten „Die Zwei. ÖAAB-FCG“ ihr Wahlprogramm und stellten ihre Kandidaten vor.

"Die Zwei. ÖAAB - FCG" präsentieren ihr Wahlprogramm und die Kandidaten bei einer Tour durch den Bezirk. (Foto: ÖAAB)

Zur AK-Wahl tritt „Die Zwei. ÖAAB - FCG, Österreichischer Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbund - Fraktion Christlicher Gewerkschafter“ an und ist als Liste 2 am Stimmzettel zu finden. An der Spitze der 188 Kandidaten stehen Cornelia Pöttinger und Franz Lumetsberger. Derzeit besetzen die ÖAAB-FCG Arbeiterkammerräte 15 von 110 Mandaten in der AK-Vollversammlung. Die Spitzenkandidatin aus dem Bezirk Vöcklabruck ist Sandra Haas aus Fornach. Die 48-Jährige diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin, die im Salzkammergutklinikum Vöcklabruck tätig ist, ist im Betriebsrat und stellt sich ab April auch der neuen Herausforderung als Lehrerin für Gesundheits- und Krankenpflege. Weitere Kandidaten aus dem Bezirk sind Thomas Prielinger aus Niederthalheim, Manuela Gschwandtner aus Gampern, Franz Gabeder aus Aurach, Markus Muhr aus Seewalchen, Josef Müller aus Rüstorf, Johann Dambauer aus Gampern, Peter Friesenecker aus Ottnang und Andreas Schneeweiß aus Neukirchen.

Themen und Forderungen

Das Augenmerk von ÖAAB-FCG liegt auf vier Themenbereichen. Eines davon ist die Ausweitung der steuerlichen Begünstigung von Überstunden. Gefordert wird die dauerhafte Einführung des Steuerfreibetrags für 18 Überstunden im Monat und auch für Vollzeitarbeit sollen steuerliche Anreize geschaffen werden. „Die Leute sollen am Ende etwas davon haben, wenn sie mehr arbeiten“, erklärt Pöttinger.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist es auch, die Familien zu stärken, indem flächendeckende Kinderbetreuung ausgeweitet wird. Dabei ist es wichtig, den Familien die absolute Freiheit hinsichtlich der Erziehung zu garantieren. Denn die Entscheidung darüber, wie man seine Kinder erziehen möchte, muss immer bei den Eltern und nicht beim Staat liegen. „Einzig und allein die Familien sollen darüber entscheiden, welches Karenzmodell für sie das richtige ist“, so Pöttinger. Deshalb fordern „Die Zwei“ auch ein automatisches Pensionssplitting, bei dem die Pensionsversicherungsbeiträge nach der Geburt eines Kindes auf beide Elternteile aufgeteilt werden, unabhängig davon, wer die Kinderbetreuung übernimmt.

Pendler entlasten

Ein wichtiges Thema im Wahlprogramm ist es auch, die Pendler zu entlasten. Dabei soll der Pendlereuro Neu helfen, bei dem eine genaue Kilometerabrechnung erfolgt. Sehr wichtig im Bezirk wäre auch die Errichtung weiterer Park&Ride Anlagen rund um die Bahnhöfe Vöcklabruck und Attnang-Puchheim, sowie die Stärkung des öffentlichen Verkehrs im ländlichen Raum. Eine weitere Idee wäre die Einführung eines weiteren Zwischenhalts auf der Westbahnstrecke, beispielsweise in Frankenmarkt, wo bereits rund 300 Parkplätze zur Verfügung stehen würden.

Pflege sicher

Die Spitzenkandidatin aus dem Bezirk Vöcklabruck, Sandra Haas, kommt aus der Pflege und weiß über die Probleme in diesem Bereich bestens Bescheid. Ihr ist es besonders ein Anliegen, dass das psychisch und physisch überlastete Pflegepersonal entlastet wird, die langen Wartezeiten verkürzt werden und das Berufsfeld attraktiviert wird indem beispielsweise die Vereinbarkeit von Familie und Beruf in der Vordergrund gerückt wird. Es braucht mehr Personal und mehr Geld in der Pflege. „Die Personalbedarfsrechnung ist nicht mehr zeitgemäß und gehört angepasst“, erklärt Haas. Außerdem sollen Ausbildungen auch berufsbegleitend und in Teilzeit ermöglicht werden, denn es ist wichtig mehr Anreize und Ausbildungsplätze zu schaffen.


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