Uhrmachermuseum: Hier tickt's richtig
VÖCKLAMARKT, PFAFFING, FORNACH. Erwartungsvoll geht der Museumsverein in die erste volle Saison und freut sich auf viele Besucher. In den Wintermonaten wurden wieder neue Ausstellungen aufgebaut und bestehende ergänzt.

Bei der Saisoneröffnung konnte Uhrmachermeister Eduard Gruber einen lang gesuchten Ankauf vermelden. Er kaufte für seine Uhrmacherwerkstätte im Museum eine antike Bodenstanduhr. Diese Uhr hat ein 2,10 Meter hohes Eichenholzgehäuse mit Schnitzwerken, ein Sekundenpendel mit Ankergang und einen Gewichtszug mit einer Gangdauer von einem Monat. Die sichtbare Sekundenanzeige auf dem Zifferblatt ist signiert: Joh. Nistler, Wien. Das seltene Stück antiker Uhrmacherkunst aus dem Jahre 1880 kann nun in der Museumsuhrmacherwerkstätte bewundert werden. Gruber hat dieses Uhrwerk wieder fachgerecht generalrepariert und einjustiert. Mit diesem Regulator tickt auch im Museum ein alter Zeitmesser sekundengenau. Wie vor hundert Jahren, als in jeder Uhrmacherwerkstätte eine präzise Uhr die genaue Zeit vorgab.
Neben dieser außergewöhnlichen Rarität konnte er weitere Pendeluhren und antike Wecker aus den Anfängen der industriellen Fertigung aus einem Nachlass ankaufen. Das neu adaptierte Haus des Museums gliedert sich in fünf Ausstellungen: Uhrmacher - Handwerk, Regionalgeschichte, Römer im Vöcklatal, Kaufmannsladen sowie Stilmöbel aus einer adeligen Villa um 1875. Die Öffnungszeiten für die Saison bis 31. Oktober 2016: Jeden Samstag vormittags von 9 bis 11.30 Uhr


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