Bezirk Waidhofen trotzt Abwärtstrend: Wieder weniger Arbeitslose
BEZIRK WAIDHOFEN. Ende Jänner 2016 waren beim Arbeitsmarktservice (AMS) Waidhofen/Thaya 1.153 Personen arbeitslos vorgemerkt. Das sind zwar um 43 Betroffene mehr als im Vormonat jedoch um 3,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosigkeit ist somit sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres gesunken. Schlechte Aussichten haben weiterhin Arbeitnehmer der Generation 50+, diese Gruppe macht bereits ein Drittel aller vorgemerkten Personen aus.

„382 vorgemerkte Frauen bedeuten ein Minus von 20 (oder – 5,0 %), 771 Männer ein Minus von 27 (oder – 3,4 %). Die in diesem Indikator nicht enthaltene Zahl der Arbeitslosen in Schulungen des AMS ist im Vergleich zum Vorjahr um 34 (oder – 21,1 %) auf insgesamt 127 gesunken. Somit waren Ende Jänner 2016 in Summe 1.280 Personen, davon 1.153 Arbeitslose und 127 Personen in Schulung (diese werden in der Statistik nicht als arbeitslos gezählt) beim AMS Waidhofen/Thaya vorgemerkt, während es zum Vorjahresstichtag insgesamt 1.361 Personen waren,“ informiert Edith Zach, Geschäftstellenleiterin des AMS Waidhofen/Thaya.
51 offene Stellen (davon 18 sofort verfügbar) waren Ende Jänner beim AMS Waidhofen/Thaya gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das ein Minus von elf Stellen. Den 20 Lehrstellensuchenden stehen 77 offene Lehrstellen (alle nicht sofort verfügbar) zur Verfügung.
Arbeitsmarkt ständig in Bewegung
Im Jänner sind im Bezirk Waidhofen/Thaya 271 Personen in die Arbeitslosigkeit gegangen. Dem gegenüber stehen 243 Menschen, die aus der Arbeitslos-Vormerkung wiederum ausgeschieden sind. Davon konnten 106 Personen mit direkter oder indirekter Unterstützung des AMS wieder eine Beschäftigung aufnehmen, 69 sind in eine Schulung eingetreten und beim Rest wurde die Vormerkung zur Jobsuche aus anderen Gründen (z.B. Krankheit, Meldeversäumnis, Auslandsaufenthalt etc.) beendet.
Rund 1/3 aller vorgemerkten Personen älter als 50 Jahre
Während die Arbeitslosigkeit im Bezirk Waidhofen/Thaya sinkt, bleibt die Situation bei der Altersarbeitslosigkeit angespannt. So waren Ende Jänner beim AMS Waidhofen/Thaya 369 über 50-Jährige arbeitslose Menschen vorgemerkt. Zum Vergleichszeitpunkt des Vorjahres hatten wir exakt denselben Stand. Im gesamten Bundesland Niederösterreich ist ein Anstieg von 6,9 Prozent zu verzeichnen.
„32 Prozent aller derzeit beim AMS Waidhofen/Thaya vorgemerkten Personen sind älter als 50 Jahre. Personen dieser Altersgruppe haben es nach wie vor schwerer einen neuen Arbeitsplatz zu finden. Sie müssen sich öfter bewerben als z.B. Personen im Haupterwerbsalter. Hier gilt es, den Mut nicht zu verlieren. Viele Personen beklagen sich auch, dass ist oft gar keine Rückmeldung von den Betrieben auf ihre Bewerbung erhalten. Das finde ich sehr schade, denn die Arbeitssuchenden stecken viel Mühe und auch viele Hoffnungen in den Bewerbungen,“ sagt Zach.
Das AMS unterstützt Betriebe, die bereit sind Ältere einzustellen mit dem Programm „Einstellungs-Sache 50+“. Hier übernimmt das AMS für die Einstellung von über 50-Jährigen, die bereits länger als ein halbes Jahr auf Jobsuche sind, zur Vermittlungsunterstützung einen Teil der Lohnkosten. „Unser Ziel ist es jedenfalls die Arbeitslosigkeit so kurz wie möglich zu halten und die dauerhafte Ausgrenzung aus dem Arbeitsmarkt zu verhindern,“ so die AMS-Geschäftstellenleiterin abschließend.


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