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WAIDHOFEN/THAYA. Entgegen dem NÖ-Trend liegt die Arbeitslosigkeit im Bezirk Waidhofen/Thaya knapp unter dem Vorjahresniveau. So waren Ende August 2016 beim Arbeitsmarktservice Waidhofen/Thaya insgesamt 665 Personen arbeitslos vorgemerkt. Das sind um vier Betroffene weniger als im Vormonat und um 1,5 Prozent weniger als zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres. In Niederösterreich ist die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen um 3,6 Prozent auf insgesamt 57.123 gestiegen.

„Die Arbeitslosigkeit im Bezirk ist gegenüber dem Vergleichszeitpunkt des Vorjahres bei den Frauen gestiegen, bei den Männern ist sie gesunken. 329 vorgemerkte Frauen bedeuten ein Plus von 8 (oder + 2,5 %), 336 Männer ein Minus von 18 (oder – 5,1 %). Die in diesem Indikator nicht enthaltene Zahl der Arbeitslosen in Schulungen des AMS ist im Vergleich zum Vorjahr um 6 (oder + 5,1 %) auf insgesamt 124 gestiegen. Erfreulich ist, dass die Zahl bei den vorgemerkten Jugendlichen (Personen unter 25 Jahren) weiterhin sinkt (-15 oder -16,3 %), bei der Gruppe der über 50-jährigen steigt sie jedoch leider weiter an (+ 26 oder +12,9 %), „ berichtet die Geschäftsstellenleiterin des AMS Waidhofen/Thaya, Edith Zach.

Somit waren Ende August 2016 in Summe 789 Personen, davon 665 Arbeitslose und 124 Personen in Schulung beim AMS Waidhofen/Thaya vorgemerkt, während es zum Vorjahresstichtag insgesamt 793 Personen waren. Mit Ende August waren 62 offene Stellen (davon 29 sofort verfügbar) beim AMS Waidhofen/Thaya gemeldet. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das ein Minus von einer Stelle. Im abgelaufenen Monat wurden 48 Stellen  vom AMS Waidhofen/Thaya geworben und gleichzeitig 78 Stellen mit geeigneten Arbeitskräften besetzt. Den 18 Lehrstellensuchenden stehen 25 offene Lehrstellen (alle nicht sofort verfügbar) zur Verfügung.

Verfestigung der Arbeitslosigkeit verhindern

Trotz schwieriger Rahmenbedingungen am Arbeitsmarkt steht beim AMS die Vermittlung im Zentrum der Aktivitäten, um der Verfestigung der Arbeitslosigkeit entgegen zu wirken. Die Langzeitarbeitslosigkeit weist leider auch im Bezirk Waidhofen/Thaya eine steigende Tendenz auf.

„Das Hauptproblem ist derzeit nicht die Zunahme, sondern die Verfestigung von Arbeitslosigkeit“, zeichnet sich für AMS-Geschäftsstellenleiterin Edith Zach aus den aktuellen Arbeitsmarktdaten ein zunehmender Ausgrenzungsprozess ab. Nur rund ein Drittel aller Jobsuchenden schafft es innerhalb der ersten sechs Monate wieder in Beschäftigung zu kommen. Rund 20 Prozent sind länger als ein Jahr auf Jobsuche, 41 Prozent davon ist der Generation 50+ zuzurechnen. Männer sind stärker betroffen als Frauen. Eine leichte Steigerung der Arbeitskräftenachfrage in den vergangenen Monaten konnte an dieser Segmentierung nichts ändern.

Seit Jahresanfang verzeichnet das AMS Waidhofen/Thaya mit 517 gemeldeten freien Stellen um 0,6 Prozent mehr Personalanforderungen als im Vergleichszeitraum 2015. Entscheidende Auswahlkriterien dabei sind Qualifikation, Mobilität und Motivation. Das Haupthandicap lässt sich in Zahlen beschreiben: Rund 42 Prozent aller Arbeitsuchenden verfügen über keine Berufsausbildung, 45 Prozent haben gesundheitliche Einschränkungen, die bei der Jobsuche berücksichtigt werden müssen.

Trotz mitunter schwieriger Ausgangssituation gibt es beachtliche Erfolge. „Heuer konnten bereits mehr als 1.138 vorgemerkte Personen – darunter 252 über 50-Jährige – wieder in Beschäftigung gebracht werden“, verweist Zach auf eine gute Vermittlungsbilanz. Bei Personen über 50 Jahren, die bereits länger als ein halbes Jahr beim AMS vorgemerkt sind, kann die Jobvermittlung durch eine Lohnkostensubvention unterstützt werden.


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