Bernhard Denk legt das Amt des Obmannes des MV Aichberg-Waldkirchen in neue Hände
WALDKIRCHEN/WESEN. Nach 30 Jahren als Obmann beim Musikverein Aichberg-Waldkirchen legt Bernhard Denk am 19. Jänner 2019 sein Amt zurück. Tips hat mit dem engagierten Musiker über die Höhen und Tiefen dieser langen und intensiven Zeit als Obmann gesprochen.

Tips: Nach 30 Jahren legen Sie nun bald Ihr Amt zurück: Was würden Sie als Ihr schönstes Erlebnis der letzten 30 Jahre bezeichnen?
Bernhard Denk: Seit 1989 Obmann zu sein, ist eine sehr lange Zeit. Es ist daher sehr schwer, nur ein Ereignis als das schönste in diesen 30 Jahren zu bezeichnen. Von den vielen schönen Momenten möchte ich die zwei Bezirksmusikfeste in Waldkirchen 1997 und 2012 erwähnen. Ein herausragendes Ereignis war zweifellos auch das Open-Air-Konzert im Juni 2017, bei dem 130 Musiker und Sänger des Sannaninachores auf einer 300 Quadratmeter großen Schotterbühne musiziert haben.
Tips: Was werden Sie in Ihrer „Obmann-Pension“ vermissen?
Denk: Ich glaube, dass ich die organisatorische Arbeit nicht vermissen werde. Für mich waren 30 Jahre Obmann und vorher sechs Jahre Schriftführer im Musikverein Aichberg-Waldkirchen insgesamt eine schöne Zeit. Ich werde mir ab Jänner 2019 andere Schwerpunkte und Lebensinhalte suchen, um mehr Zeit für Familie und Hobbys zu haben. Das Musizieren wird natürlich zu diesen Prioritäten dazugehören.
Tips: Gibt es etwas, das Sie auf keinen Fall vermissen werden?
Denk: Manchmal muss man etwas tun, obwohl man lieber etwas Anderes machen möchte. Eine Entlastung wird sein, dass ich weniger aus Verpflichtung tun muss.
Tips: Was waren die Höhen und Tiefen in Ihrer Zeit als Obmann?
Denk: Höhepunkte in meiner Zeit als Obmann waren Konzertreisen, die für den Musikverein noch dazu sehr erfolgreich verlaufen sind, wie etwa 2010 in Rastede European Champion geworden zu sein oder beim Bundesmusikfest in Wien 2007 für Oberösterreich den ersten Preis erspielt zu haben. Was für mich nicht schön war, ist, wenn Musiker den Verein verlassen haben oder wenn ein aktiver Musiker und Funktionär plötzlich verstarb.
Tips: Wer wird Ihr Nachfolger und welche Tipps haben Sie für ihn?
Denk: In der letzten Funktionsperiode haben mich meine beiden Stellvertreter Josef Osterkorn und Thomas Weissenböck in organisatorischen Belangen sehr unterstützt. Ich bin mir sicher, dass sie den Musikverein gemeinsam mit unserer Kapellmeisterin Simone Reitinger und anderen sehr engagierten Funktionären sehr gut weiterführen werden. Ich glaube, sie brauchen von mir keine Tipps. Natürlich können sie sich jederzeit an mich wenden, falls Fragen auftreten sollten.
Tips: Wenn Sie nun zurückdenken: Gibt es etwas, das Sie heute anders machen würden?
Denk: Ich würde mich mehr zurücknehmen und andere Leute mehr arbeiten lassen. Auch so manchen Termin würde ich nicht mehr unbedingt wahrnehmen und mich mehr durch andere Vereinsfunktionäre vertreten lassen, um mehr Zeit für mein Privatleben zu haben.
Tips: Sie bleiben dem Musikverein als aktiver Musiker erhalten: Was wünschen Sie sich für Ihre Zukunft?
Denk: Ich möchte noch möglichst lange in unserer Musikkapelle aktiv musizieren. Dem Musikverein wünsche ich weiterhin viel Erfolg auf allen Ebenen. Ich bin mir auch sicher, dass der Musikverein Aichberg-Waldkirchen mit seinem neuen Führungsteam, das am 19. Jänner 2019 bei der Generalversammlung nach der vom Musikverein musikalisch umrahmten Abendmesse im Pfarrheim gewählt wird, bestens aufgestellt ist und sehr viel Positives bewirken wird.


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