Das Helfen liegt Rudolf Inspruckner buchstäblich im Blut

Mag. Susanne  Überegger Mag. Susanne Überegger, Tips Redaktion, 17.06.2019 10:18 Uhr

WARTBERG. Das Helfen liegt Rudolf Inspruckner buchstäblich im Blut: Der Wartberger (60) hat in seinem Leben bereits unglaubliche 150 Mal sein Blut und seine Thrombozyten (siehe Infobox) gespendet.

„Mit 18 Jahren habe ich das erste Mal Blut gespendet und bin ab dem Zeitpunkt regelmäßig zum Blutdspenden gegangen. Seit 1990 spende ich Thrombozyten“, erzählt der 60-Jährige, der verheiratet und Vater zweier erwachsene Kinder ist.

Wegen seltener Blutgruppe A- ein gefragter Mann

Mit der sehr seltenen Blutgruppe A negativ ist Rudolf Inspruckner in der Blutzentrale des Roten Kreuz Linz ein gefragter Mann. „Wenn ich dringend gebraucht wurde, hat mich die Blutzentrale schon oft kurzfristig angerufen und mich sogar direkt von meinem Arbeitsplatz bei der Telekom abgeholt. Mein Arbeitgeber hat mich für die Zeit der Spenden dankenswerterweise immer freigestellt“, sagt Inspruckner, der derzeit im Vorruhestand ist.

„Ein gutes Gefühl, helfen zu können“

Im Durchschnitt geht der Wartberger alle acht bis zehn Wochen zur Spende. Für die Thrombozyten-Spende erhält er 20 Euro Aufwandsentschädigung.

„Aber ich würde es auch so machen. Es ist einfach ein gutes Gefühl, helfen zu können. Selbst hofft man ja auch, dass einem jemand in der Not hilft. Und ich habe im Bekanntenkreis oder in der näheren Umgebung auch schon erlebt, dass jemand auf eine Spende angewiesen war. Da ist es gut, wenn es Leute gibt, die sich dafür zur Verfügung stellen“, sagt Inspruckner.

„Spende, solange ich gesund bin und gebraucht werde“

Für ihn steht fest: „Solange ich gesund bin und mich die Blutzentrale braucht, gehe ich zum Spenden.“

„Das ist bei guter Gesundheit bis 65 Jahre möglich, wenn man bereits vor 60 das erste Mal Blut gespendet hat. Nach 65 nur in Absprache mit dem Spendenarzt“, weiß Christian Hartl vom Roten Kreuz.

Nähere Infos für alle Spendenwilligen bei der Blutzentrale Linz, Tel. 0732 /777000 und online hier

Nächste Gelegenheit zum Blutspenden im Bezirk Freistadt ist am Mittwoch, 19. Juni von 15.30 bis 20.30 Uhr in der NMS Gutau.

Thrombozyten (Blutplättchen) sind lebenswichtig für die Blutgerinnung und bilden die Grundlage für die Wundheilung. Über eine Billion kleinster Blutzellen zirkulieren im Blutkreislauf. Sie werden nach sieben bis zwölf Tagen durch körpereigene neue Blutzellen ersetzt.

Thrombozytenpräparate werden häufig während einer Chemotherapie bei Krebs­erkrankungen eingesetzt.

Thrombozytenkonzentrate werden durch ein spezielles Verfahren mit Zellseparatoren gewonnen. Den Thrombozytenspendern wird Blut entnommen, aus dem ein Teil der Blutplättchen separiert wird. Alle anderen Blutbestandteile werden in den Blutkreislauf des Spenders zurückgeführt. Eine Thrombozytenspende dauert ca. 60 Minuten.

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