Besuch ist ausdrücklich erwünscht
WELS/THALHEIM. „In Zeiten wiedererwachender nationaler Abgrenzungen, der zunehmenden Angst vor dem Fremden, erwächst dem Kennenlernen der Eigenheiten anderer Kulturen, der Entwicklung und Realisierung grenzüberschreitender Projekte und dem Austausch von Ideen und Erfahrungen eine steigende Bedeutung“ – sprach“s und lud Künstler aus Island, Italien, Tschechien, Spanien, Kolumbien und Österreich zu einem Symposium nach Wels.

Seit 7. Juli sind auf Einladung von Christine Bauer und Herbert Egger 13 Künstler in der Messehalle 9 am (Er)Schaffen und lassen sich dabei auch gerne über die Schulter blicken. „Für ein Symposium ist man gezwungen umzudenken, flexibel zu sein“, erklärt Egger. „Man muss etwas ändern, wenn man aus dem eigenen Atelier herauskommt. Es ist aber auch spannend im Zusammenhang mit dem Publikum. Besucher können jederzeit kommen und Fragen stellen“, so Egger.
Für die Gunskirchner Künstlerin Bauer vermittelt ein Arbeitstreffen dem Publikum, einen Begriff davon, wie Kunst entsteht, wenn man zuerst die Arbeitssituation erlebt und wenig später das fertige Werk im Museum sieht. „Da ist eine ordentliche Energie dahinter und es ist spannend was in zehn Tagen an guter Arbeit herauskommt, die dann auch im Museum Bestand hat“, ist Bauer voller Vorfreude. Letztendlich werden Malereien, Skulpturen, Installationen, Fotografie und Klangkunst der „Art Diagonale Traunkunst“ nur ein paar Meter weiter im Museum Angerlehner zu sehen sein.
Dass dieser spartenübergreifende Dialog, der Blick über den Tellerrand überhaupt möglich wurde, ist auch dem großen Zuspruch bei Stadt, Messe, Sponsoren, Welser Wirten und Hoteliers zu verdanken. „Alle sind so positiv und sagen, dass es toll wird“, freuen sich Bauer und Egger über die „Art Diagonale Traunkunst“.
Symposium: bis 16. Juli in der Messehalle 9
Ausstellungseröffnung: Samstag, 16. Juli, 19 Uhr Museum Angerlehner; läuft bis 7. August


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