Ein Jugendrat, der sich nicht in der Geschäftsordnung verliert
WELS. Fraktionenübergreifend hat sich die junge Garde im Gemeinderat auf die Bildung eines Jugendrates geeinigt. In der Sitzung vom Montag, 6. Juli, wird der Beschluss gefasst.

Es wird dies keine permanente Einrichtung. „Bei solchen Jugendgemeinderäten gibt es dann die Tendenz sich in der Geschäftsordnung zu verlieren und nur noch über Anträge zu diskutieren. Wir wollen wissen, was die Jugendlichen denken und was sie sich wünschen“, erklärt die Grüne-Gemeinderätin Elke Mayerhofer. Zwei Mal im Jahr werden 15 bis 20 Jugendliche (im Alter zwischen 14 und 20 Jahren)nach dem Zufallsprinzip ausgewählt. Unter fachgerechter Anleitung verbringen sie einen Tag, in dem nicht nur Wünsche gefragt, sondern auch gleich mögliche Lösungen erarbeitet werden. „Ich bin froh, dass die Jugend durch diese Initiative endlich einen höheren Stellenwert in der Stadtpolitik bekommen wird“, so ÖVP-Gemeinderat Stefan Haböck. „Und es ist ein Beispiel für die gute fraktionsübergreifende Zusammenarbeit der Jugendvertreter, in der wirklich die Sache im Vordergrund steht.“
Die Grünen bringen in der nächsten Sitzung eben den Antrag ein. „Wir wollen damit den Jugendrat als Form der Jugendbeteiligung in der Stadt absichern. Nicht, dass sich nach der Gemeinderatswahl Ende September niemand mehr an das jetzt vereinbarte Ergebnis gebunden fühlt“, so Mayerhofer.
Wenn es nach den Grünen geht, dann ist ein solcher Jugendrat erst der Beginn. „In Gemeinden gibt es bereits Bürgerräte nach gleichem Vorbild. Das können wir uns auch gut für Wels vorstellen“, schließt Mayerhofer ab.


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