Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

WELS. Der Bücherbus ist still­gelegt. Die Reparaturkosten des 30 Jahre alten Fahrzeuges belaufen sich auf rund 30.000 Euro. Wie geht es nun weiter mit dieser Institution.

Wie geht es weiter mit dem Bücherbus?
Wie geht es weiter mit dem Bücherbus?

Mehr als 40.000 Entlehnungen im ersten Halbjahr sprechen für sich. Trotzdem liegt nun alles auf Eis. Die Volkspartei hat in der Gemeinderatssitzung Anfang Juli einen Versuchsballon gestar­tet, in dem es um die Fortführung des Bücherbuses ging. Dieser Antrag wurde in den Ausschuss verwiesen. Im August wurde der Bus nun endgültig stillgelegt. „Die Reparaturkosten von 30.000 Euro waren zu hoch. Der Bus ist 30 Jahre alt. Wie lange kann der danach noch fahren. Die Aussa­ge, dass ich für die Abschaffung des Bücherbusses bin, stimmt nicht. Ich habe den zuständigen Referenten aufgefordert endlich ein Konzept vorzulegen. Das ver­langen wir seit eineinhalb Jah­ren“, sagt Bürgermeister Peter Koits (SP) und spielt auf eine Aussendung der Volkspartei an, die ihm quasi eine Ablehnung des Bücherbuses unterstellte. „Wir als Sozialdemokraten sind nicht gegen den Bücherbus. Das Fahrzeug ist in die Jahre gekom­men. Das ist das Eine. Wir wollen endlich ein Konzept vom Refe­renten Walter Zaunmüller sehen, wie das in Zukunft weitergehen soll. Wir warten darauf immer noch“, sagt Fraktionsobmann Jo­hann Reindl-Schwaighofer. „Wir können uns beispielsweise einen Container vorstellen, der entspre­chend adaptiert von einem LKW immer heruntergehoben wird. Es muss ja nicht ein Bus sein.“

Die Replik

Am 17. September wird es noch einmal eine Ausschusssitzung geben. Der kritisierte Referent Walter Zaunmüller (VP): „Der Bücherbus rechnet sich nicht, aber er zahlt sich aus. Dazu stehe ich. Die Entlehnungszahlen spre­chen für sich. Viele Senioren, Kinder und Familien mit Migra-tionshintergrund nutzen diese Einrichtung. Ich bin für die Fort­führung. Deswegen habe ich auch am 17. September noch einmal zu einem Ausschuss geladen. Ent­weder gibt es hier einen Grund­satzbeschluss oder auch nicht. Ich habe mehrmals Konzepte vorge­legt. Wir haben Experten geholt, die verschiedene Sachen vorge­stellt haben. Die sind alle abge­schmettert worden. Jedes Mal, wenn es um einen Grundsatzbe­schluss ging, dann hat die SPÖ und die FPÖ dagegengestimmt. Ich werde noch einmal Konzep­te vorlegen und dann sind wir gespannt.“ Es gibt verschiedene Varianten. „Die reichen vom Bü­cherbus in der derzeitigen Form bin hin zu LKWs mit umgebau­ten Containern, die aber auf den Anhängern bleiben. Fakt ist, dass sich das System zu den Menschen zu fahren einfach bewährt hat. Die Betreuung der Kindergär­ten und Horte erfreut sich größ­ter Beliebtheit. Es fördert die Lesekompetenz der Kinder“, ist Zaunmüller überzeugt.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden