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WELS. In sozialen Netzwerken wird von Massenschlägereien, die Polizei darf nicht mit Blau­licht zu den Messehallen fahren und tausenden Asylanträgen gesprochen. Wenn man bei den Einsatzorganisationen nach­fragt, stellen sich die Gerüchte rasch als völlig falsch heraus.

Messehalle Wels
Messehalle Wels

Seit Anfang September sind täg­lich zwischen 1200 und 1400 Flüchtlinge gekommen. Die meisten werden mit Bussen oder der Bahn weitertransportiert. Um die 400 bis 600 werden für eine Nacht in den Messehallen 10 und 11 untergebracht. Das Stadtpoli­zeikommando kennt die Gerüch­te, die in den sozialen Medien gestreut werden. „Es gibt keine Anzeige wegen einer Körper­verletzung oder sonst irgendet­was. Es gibt ab und zu kleinere Meinungsverschiedenheiten, die aber verbal ausgetragen werden. Auch die eine oder andere Ran­gelei ist dabei. Aber es ist nichts, was eine Anzeige nach sich zie­hen würde. Die Menschen sind sehr diszipliniert und freund­lich“, sagt Stadtpolizeikomman­dant Klaus Hübner. Kleinere Befindlichkeiten werden rasch untereinander geregelt. Wichtig für Hübner und seinen Stellver­treter Andreas Weidinger ist die Sperre des Treppelweges hinter den Messehallen. „Immer wieder versuchten Menschen mit den un­terschiedlichsten Motiven zu den Flüchtlingen zu gelangen. Das ist hier nicht möglich. Außerdem ist die An- und Abreise einfacher. Die Sperre ist wichtig und rich­tig.“ Es sind seit September zehn­tausende Flüchtlinge über Wels transportiert worden. Die Zahl der Asylanträge bewegt sich im tiefen zweistelligen Bereich.

„Sehr freundlich“

Robert Radmayr ist der Einsatz­leiter für das Rote Kreuz was die Flüchtlinge anbelangt: „Wir ken­nen die Gerüchte und sie stim­men nicht. Die Menschen sind freundlich, diszipliniert und nett. Sie bedanken sich. Es gibt da und dort kleine Vorkommnisse. Aber es genügt ein Blick und es kehrt Ruhe ein. Wir haben die Polizei in der Nacht noch nicht benö­tigt.“ Die Flüchtlinge werden in den Messehallen verköstigt und medizinisch betreut. Die Unter­bringung dort ist bis Ende Jänner befristet.<


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