Soziales Denken und viel menschliches Handeln
MARCHTRENK/KLAGENFURT. „Vor rund 2000 Menschen, Ministern, Bürgermeisterkollegen, Gemeindevertreter diesen Preis überreicht zu bekommen, ist eine tolle Sache. Es ist eine sehr tolle Sache für die Stadt und die vielen Aktivitäten, die wir in den letzten Jahren gesetzt haben“, freut sich SP-Bürgermeister Paul Mahr nach dem Gewinn des großen österreichischen Gemeindepreises.

Aus den Händen von Gemeindeminister Wolfgang Sobotka (VP) gab es den Preis: „Es ist dies eine Auszeichnung für den Weg, den wir in den letzten Jahren konsequent gegangen sind. Wir haben viele Sachen anders gemacht, wie die anderen. Wir machen, worüber andere nur reden. Der Aufschwung ist in Marchtrenk deutlich spürbar“, ist der Bürgermeister überzeugt. In diesem Jahr sind 1000 neue Arbeitsplätze in der Stadt fixiert: „Die Verträge mit der TGW sind unterschrieben. Im November ist Spatenstich. Andere Firmen sind schon nach Marchtrenk übersiedelt. Im Zentrum ist viel Neues entstanden. Wirtschaftlich geht viel weiter und wir als Stadt unterstützen, wo wir können“, fasst Mahr die Bemühungen zusammen. Weitere Firmen klopfen an.
Vierspuriger Ausbau
„Wir bleiben beim vierspurigen Ausbau der B1 dran. Der ist notwendig. Das heißt aber auch mit so wenigen Ampeln wie möglich. Am besten gar keine, genauso wie Kreuzungen“. Neben dem Ausbau der B1 gibt es ein weiteres Lieblingsprojekt: „Wir haben nur zwei Wirtshäuser. Wünschenswert, dass ein Stadtheuriger - ich nenne das jetzt einmal so - dazukommt. Regionale Produkte in österreichischer Tradition sollen angeboten werden“.
Dazu kommen innovative Gebäude wie der Vollholzkindergarten, das neue Kulturzentrum, oder viele kleine Aktionen wie der Friedensweg oder die Jahrgangsbäumchen. „Es braucht mutige Entscheidungen zu denen man aber auch steht. Die nächsten Jahre möchte ich ein bisschen unter die Devise Zusammenleben, Aufmerksamkeit, respektvoller Umgang stellen. Daran habe ich mich auch schon in der Jugendarbeit gehalten. Es geht aber auch darum sich für Marchtrenk einzubringen“. In den kommenden Wochen wird ein buntes Stadtportrait an alle Haushalte ausgesandt. Die Identität der Bewohner wird erkundet. Auch hier ist der Blick in die Zukunft gerichtet. Soziales Denken und menschliches Handeln gibt einer modernen Stadt viele Chancen. Und auch auf die eigene Geschichte darf nicht vergessen werden. Deswegen ist die Freude auf das Festival der Regionen groß. Moderne trifft Tradition. Nur einer macht Probleme: „Der Wasserturm bröckelt. „Die Sanierung kostet rund 350.000 Euro. Aber auch das werden wir stemmen. Zum Festivalbeginn wird alles fertig sein“, verspricht Mahr.


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