Volkshilfe teilt "heiße Suppe gegen kalte Politik" aus
WELS. Eine „heiße Suppe“ als Protest „gegen die eiskalte Sozialpolitik der Regierung“ hat die Volkshilfe Wels-Kirchdorf in der Innenstadt verteilt – eine Solidaritäts-Aktion für Menschen, die von Arbeitslosigkeit betroffen sind.

Für die Volkshilfe ist Arbeit ein Menschenrecht und das beste Rezept gegen Armut. Aktuell sind aber 36.500 Menschen in Oberösterreich (400.000 in Österreich) arbeitslos gemeldet. Die Zahl der Arbeitslosen sinkt im Vergleich zum Vorjahr zwar, allerdings profitieren nicht alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen. Frauen, Menschen über 50, Geflüchtete, Langzeitarbeitslose und junge Menschen haben es schwerer. Die Volkshilfe kritisiert die aktuelle Regierung: „Es wird eine sehr arbeitgeberfreundliche Politik betrieben, arbeitslose Menschen stehen dagegen unter Generalverdacht des Ausnutzens und des Minderleistens.“
Sauer stößt den Aktivisten der Volkshilfe auf, dass im Regierungsprogramm eine Senkung der Arbeitslosigkeit nicht als Ziel zu finden ist und dass mehrere Maßnahmen wie die Aktion 20.000 (ein Beschäftigungsprojekt für ältere Arbeitnehmer) abgeschafft wurden. „Wir merken in unseren Beratungsstellen, dass es Probleme gibt“, sagt der Bezirksvorsitzende Johann Reindl-Schwaighofer. Auch der Andrang im Sozialmarkt wird immer größer, fügt er hinzu. Als Maßnahme fordert die Volkshilfe vermögensbezogene Steuern und ein Mindesteinkommen von 1500 Euro (bei Vollzeitjob). Außerdem soll man Qualifizierungs- und Wiedereinstiegsprogramme erhalten.
Mit der Aktion „Heiße Suppe gegen eiskalte Sozialpolitik“ hat die Volkshilfe auf die Missstände aufmerksam gemacht.


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