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WELS/WELS-LAND. Welche Musik Blasorchester früher machten, was sie können und wie sie sich seit ihrem Aufkommen weiterentwickelt haben, konnten die Konzertbesucher bei „Klang(g“)schichten“ im Welser Burggarten erleben. Der Blasmusikverband Wels feierte auf besondere Art sein 70-jähriges Bestehen.

Ein Projektorchester mit Mitgliedern aller Ortskapellen
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Bezirkskapellmeister Klaus Eder dirigierte ein Projektorchester das aus Mitgliedern aller Musikkapellen des Bezirksverbandes bestand. Von der bunten Formation (alle Musiker spielten in der Tracht ihrer Ortskapelle) wurden musikalisch die Meilensteine im Blasmusikwesen präsentiert - wie zum Beispiel das Stück „Harmlose Scherze“ von Franz Kinzl, dem Mitbegründer eigenständiger Blasmusikliteratur in Österreich, oder das Stück „Tulsa“, eines der ersten Wertungsstücke der internationalen Blasmusikliteratur.

Blasorchester sind aus der sogenannten Tanzlmusik entstanden, auch eine solche war zu erleben. Das Ensemble spielte dabei auf historischen Instrumenten in „Hoher Stimmung“.

Bezirksjugendorchester mit Ausblick in die Zukunft

Mit dem Auftritt des Bezirksjugendorchesters unter Christoph Kaindlstorfer ist man bei der musikalischen Zeitreise schließlich in der Gegenwart angekommen. Christian Poitinger, Posaunist im Orchester der Volksoper, war als Solist in einem Konzertstück von Daniel Muck zu hören. Mit Werken der zeitgenössischen, sehr erfolgreichen Komponisten Thomas Doss (“A Centennial Adventure“) und Otto M. Schwarz (“Last Call“), wurde eindrucksvoll gezeigt wo die Blasmusik heute angekommen ist.

Auftragswerk von Simone Zaunmair

Mit einer Auftragskomposition an Simone Zaunmair wagte man auch einen Blick in die Zukunft. Die Welserin ist aktive Musikerin, studierte Komponistin und Kulturmanagerin in Vöcklabruck. Sie schilderte den Konzertbesuchern wie sie an das Auftragswerk herangegangen ist und was das Besondere daran ist.

Bundes- und Landeskapellmeister Walter Rescheneder, der mit Michaela Hoffmann den Abend moderierte, hatte die passenden „Gschichten“ zur Blasmusikgeschichte parat.

Zugabe von Markus Achleitner

Rescheneder war es auch der die Zugabe dirigierte, und zwar ein Werk eines weiteren Gastes des Konzertes. Markus Achleitner, Geschäftsführer der Eurothermen-Resorts und Obmann der Musikkapelle Neukirchen, hat den Marsch „Hoch Österreich“ geschrieben. Dieser war das offizielle Geschenk des Blasmusikverbandes an die Republik zum 100-Jahr-Jubiläum.

Blasmusik im Welser Raum

Über 1400 Musiker spielen in den 25 Blasmusikkapellen der Bezirke Wels-Land und -Stadt. Seit 70 Jahren sind diese zum Blasmusikverband zusammengeschlossen – auf Bezirks- und Landesebene.


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