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WELS. Es ist ein Großprojekt für die Stadt: Um 13,31 Millionen Euro baut man in der Rainerstraße ein neues Amtsgebäude und erneuert das Stadttheater. 

So wird sich die Rainerstraße ab 2020 zeigen, rechts der Neubau der Stadt. Foto: Stadt Wels
  1 / 4   So wird sich die Rainerstraße ab 2020 zeigen, rechts der Neubau der Stadt. Foto: Stadt Wels

Die Stadt will mit dem neuen Gebäude in der Rainerstraße Kultur mit Verwaltung kombinieren. Die Architekturbüros Harmach und Stögmüller haben, als Gewinner eines Generalplanerwettbewerbes, das Bauvorhaben geplant. 130 Mitarbeiter der Stadt Wels sollen nach Fertigstellung dort ihren Arbeitsplatz haben.

Gestaltung

Das äußere Erscheinungsbild wird von Sonnenschutzlamellen geprägt. Die Erdgeschosszone ist verglast und springt um einen Meter zurück. Es entsteht ein 50 Quadratmeter großer überdachter Vorplatz.

Gebaut werden drei Obergeschosse. Über dem Haupteingang werden die Obergeschosse durch eine Zäsur im Baukörper unterbrochen. Zwei Obergeschosse werden von der Stadt für Büroräume gebraucht. Der dritte Stock steht für einen späteren Bedarf zur Verfügung und soll vermietet werden.

Theater und Magistrat sollen einen gemeinsamen Eingangsbereich haben. Es wird ein multifunktionales, 4,40 Meter hohes Foyer entstehen, das sowohl für den Theaterbetrieb als auch für den Bürgerservice genutzt werden wird. Je nachdem sind die Bereiche gesondert versperrbar.

Für die Verwaltung werden eine Anlaufstelle und weiters Räume für Service, Beratung und Dienstleistungen im Sinne eines One-Stop-Shops geschaffen. In den Büroräumen in den Obergeschossen soll dann kein Parteienverkehr mehr stattfinden. Die Mitarbeiter kommen zu den Bürgern in die Besprechungsräume im Erdgeschoss. Das bedeutet mehr Service für die Bürger und eine ruhigere Arbeitsumgebung für die Mitarbeiter.

Die Büros in den Obergeschossen werden für ein, zwei oder vier Personen ausgelegt (rund 27 Quadratmeter für vier Mitarbeiter). Zwischen den Büros gibt es Freiräume, etwa 60 Quadratmeter groß, die als Teeküche und Kommunikationsbereiche dienen sollen.

Insgesamt soll das Haus für die Mitarbeiter eine angenehme Arbeitsumgebung bieten, wo es auch im Sommer nicht zu heiß werden wird. „Um Leistung zu erbringen, ist auch der Komfort wichtig“, erkärt Bürgermeister Andreas Rabl bei der Vorstellung des Projektes.

Attraktiver Arbeitgeber sein

Mit diesen neuen Büroräumen will die Stadt zukünftig auch als Arbeitgeber attraktiver werden. Denn auch der Magistrat hat in gewissen Bereichen Schwierigkeiten, qualifiziertes Personal zu finden, ergänzt Rabl.

Einziehen werden in das Amtsgebäude in der Rainerstraße jene Mitarbeiter, die derzeit am Stadtplatz 55 und in der Pfarrgasse 2 arbeiten. Das sind die Dienststellen Stadtentwicklung, Bau-, Gewerbe und Verkehrsangelegenheiten, Kindergärten und Horte, Veranstaltungsservice, Volkshochschule, Informationstechnologie und die Stabstelle Stadtrechnungshof.

Erneuerungen im Theater

Um zwei Millionen Euro wird auch das Stadttheater erneuert. Eine neue Brandmeldeanlage, eine neue Fernwärmezentrale, eine neue Polsterung, neue Böden und Tapeten sind geplant. Möglicherweise könnte auch eine Akustikmuschel kommen. Das Stadttheater bekommt auch eine neue, elf Meter lange Bar.

In der Zeit der Bauarbeiten werden alternative Spielstätten, wie die Stadthalle und die Minoriten, für Veranstaltungen genutzt. Ab Herbst 2020 können auch wieder Veranstaltungen im Stadttheater stattfinden.

Zeitplan und Kosten

In der Gemeinderatssitzung im November soll der Realisierungsbeschluss fallen. Der Abbruch des alten Gebäudes soll im Mai 2019 erfolgen. Bis September 2020 will man das Bauprojekt abgeschlossen haben.

Mit 13,31 Millionen Euro ist das für die Stadt ein gewaltiges Projekt. 15 Prozent Reserve wurden bei den Kosten einkalkuliert, um eventuelle Kostensteigerungen aufgrund der guten Auslastung der Firmen abdecken zu können. In den nächsten Wochen werden 90 Prozent der Kosten fix sein.

Geschichte herzeigen

Beim Stadttheater und dem Hotel Greif handelt es sich nicht um ein denkmalgeschütztes Gebäude. Um der Tradition des Hauses Rechnung zu tragen, werden vor dem Abriss einige Elemente aus dem Theater gerettet, wie zum Beispiel die Wagner-Büste. Im neuen Gebäude sollen diese Elemente auch ihren Platz finden.


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