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WELS. Bahnreisende haben ab sofort deutlich mehr Parkplätze in Bahnhofsnähe zur Verfügung als bisher. Das neue Parkhaus in der Gärtnerstraße im Stadtteil Neustadt wurde eröffnet.

  1 / 2   Das Bahnhofsareal auf Neustadt-Seite wird nun vom großzügigen Parkdeck geprägt. Foto: G. Paltinger

Nach nicht mal einem Jahr Bauzeit (der Spatenstich war 22. September) ist die neue Park-and-Ride-Anlage beim Hauptbahnhof (Neustadt-Seite) fertiggestellt. Um 10,5 Millionen Euro wurden 545 Pkw-Parkplätze und 490 Rad-Abstellplätze geschaffen. Bisher gab es nur 250 Parkplätze in Bahnhofsnähe.

Stattlicher Bau

Das neue Parkhaus hat vier Etagen, ist 266 Meter lang, 17 Meter breit und 12 Meter hoch. Zur leichteren Orientierung ist jede Etage mit einer Farbe gekennzeichnet. Vom Parkplatz kommt man barrierefrei und wettergeschützt zum Übergang über den Bahngleisen und weiter zu den Bahnsteigen und in die Bahnhofshalle.

Für Bahnkunden wird das Parken im neuen Parkhaus kostenlos sein. Für alle anderen Parker wird es Benutzungsgebühren geben, die noch festgelegt werden. Bis Ende des Jahres soll das Zutrittsystem ausgereift sein.

Kosten dreigeteilt

ÖBB, Land Oberösterreich und Stadt Wels tragen die Kosten für den Bau gemeinsam, wobei die ÖBB-Infrastruktur AG 50 Prozent der Investitionskosten übernimmt. Weitere je rund 25 Prozent wurden vom Land und von der Stadt finanziert. Dem Bau war eine lange Diskussion um die Finanzierung vorangegangen. 2016 konnte man sich einigen. Während der Arbeiten ist auch heftige Kritik wegen der Abholzung von 32 alten Kastanien entlang der Gärtnerstraße aufgekommen. Nun wurden junge Buchen gepflanzt.

Leichterer Umstieg auf die Bahn

Für Bürgermeister Andreas Rabl ist der Bau ein „Meilenstein für die Parkplatzsituation in der Neustadt“. Das Ziel ist es, den öffentlichen Verkehr und den Individualverkehr bestmöglich zu verknüpfen, erkärt dazu Hubert Hager von der ÖBB-Infrastruktur Bau AG. „Das Welser Parkdeck bietet den Pendlern eine attraktive Möglichkeit zum Umstieg auf den öffentlichen Verkehr“, ist auch der zuständige Landesrat Günther Steinkellner (FP) überzeugt.


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