Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

WELS. Als Verkehrsreferent geht es einem wie einem Fußball-Trainer. Die Beobachter von außen wissen sehr vieles, wenn nicht sogar alles besser. Klaus Hoflehner kennt die Situation und versucht, diese zu meistern.

Str. Klaus Hoflehner hat ein breit gefächertes Ressort über. Foto: Stadt
Str. Klaus Hoflehner hat ein breit gefächertes Ressort über. Foto: Stadt

Für die nächsten Monate stehen viele Projekte vor der Finalisierung. Summa Summarum lässt sich alles zusammenfassen unter dem Motto: „Fakten auf den Tisch und die Politik muss entscheiden“, sagt Hoflehner. Viele Daten liegen schon bereit. Wie zum Beispiel die Öffnung der Eisenhowerstraße: „Für die rund 600 Meter zwischen Römerwallkreuzung und Saunakreuzung meinen die Experten, dass man radikal Platz schaffen muss“, so der SP-Verkehrsreferent. Das würde wohl bedeuten, dass Bäume und Parkplätze für eine weitere Fahrspur weichen müssen. Die Entscheidungen müssen jetzt eben auf politischer Ebene fallen. Noch dazu, dass das Verkehrsaufkommen bei der Saunakreuzung am oberen Limit angekommen ist.

Faktenlage

Generell wird an einem neuen Verkehrskonzept für die Innenstadt gearbeitet. Die Faktenlage wird ermittelt: „Wir werden in den nächsten Monaten alle Daten haben, dann liegt es an der Politik und dann schlussendlich an der Finanzierung“. Eine Öffnung der Roseggerstraße kann sich Hoflehner vorstellen ebenso ein Umdrehen der Einbahnregelung bei der Herrengasse. Doch vorher muss die Entscheidung über den Kaiser Josef Platz fallen. „Wo soll die Busdrehscheibe sein und will ich jetzt eine generelle Durchfahrt für Autos haben“, erklärt Hoflehner. Immer wieder tauchen neue Gerüchte auf, was mit der Drehscheibe passieren soll. Die Palette reicht von mitten auf dem Platz, an der Seite bis hin zu einem anderen Standort. Doch der Bahnhof scheidet mittlerweile und wieder einmal aus.

Ein Wahrnehmungsproblem

Der Idee von WKO-Obmann Wels Stadt Franz Edlbauer, betreffend die Zufahrten zu den vielen Parkplätzen – egal ob Oberfläche oder in der Tiefgarage – kann Hoflehner einiges abgewinnen: „Es gibt hier sicher ein Wahrnehmungsproblem. Da müssen wir besser darauf hinweisen. Das beginnt bei Marketing-Kampagnen und geht bis zu Bewusstseinsbildungen. Wir müssen auch aufzeigen, dass es andere Wege in die Innenstadt gibt“. Das bedeutet bessere Erreichbarkeit durch Öffis, Radwege und einiges mehr. Viele Wegstrecken werden lieber mit dem Auto erledigt, anstatt auch mal zu Fuß zu gehen. „Ein Beispiel: Bei der Shopping Night ist die Innenstadt voll und viele gehen von sich aus zu Fuß oder stellen ihr Auto in den vielen Parkgaragen oder im Messegelände ab. Wenn es an einem Tag funktioniert, dann muss man das auch an anderen Tagen schaffen“. Es braucht aber auch Anreize. Wie zum Beispiel eine bessere Beleuchtung in vielen Randbereichen der Innenstadt: „Bei der Stadthalle braucht man in der Nacht eine Stirnlampe“.

Bodenmarkierungen

Ein Projekt, das sehr wichtig ist, braucht mehr Geld: „Unser Straßennetz wächst und wir haben für Bodenmarkierungen nur wenige Mittel zur Verfügung. Da muss mehr investiert werden“, sagt Hoflehner. Es wird fast nur noch das Notwendigste erledigt. „In Gesprächen mit dem Finanzreferenten weis´ ich immer darauf hin. Es geht auch um das Thema Sicherheit“. Hier will Hoflehner auch bei der Schulwegsicherung mehr Initiativen setzen. Eltern-Haltestelle aber auch Präventivmaßnahmen und Bewusstseinsbildung der Kinder und vor allem der Eltern zusammen mit der Exekutive.

Was den Radverkehr anbelangt ist die Bestandsaufnahme erledigt. „Wir werden die Maßnahmen bald präsentieren“, verspricht Hoflehner.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden