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Eine zutiefst beeindruckende Jahresbilanz der Hospizbewegung Wels Stadt/Land

Gerald Nowak, 05.04.2019 07:30

WELS. Die Hospizbewegung Wels Stadt/Land, die aktuell 683 Mitglieder zählt, hielt ihre Generalversammlung ab. „2018 wurden von unseren elf Palliativfachkräften 357 Patienten betreut, unsere 21 Ehrenamtlichen haben 178 Patienten und deren Angehörige mit Würde durch den Sterbeprozess begleitet , sagt Vorstandsvorsitzende Christine Eckmayr.

Sparkasse Regionalleiter Robert Reif, Vorstandsvorsitzende Christine Eckmayr, Martin Prein, Daniela Feregyhazy-Astecker, Klaus Brandhuber Foto: Feregyhazy

Das Palliativ-Team, das eine 24-Stunden-Rufbereitschaft an 365 Tagen im Jahr garantiert, hat es auf 6.384 Einsatzstunden gebracht, die Ehrenamtlichen haben 1.912 Einsatzstunden geleistet. Eckmayr verwies auch auf die außergewöhnliche und professionelle Einsatzbereitschaft des gesamten Teams.

„Dadurch können Spitalsaufnahmen reduziert werden und die Wahrscheinlichkeit, zu Hause sterben zu dürfen, ist deutlich erhöht. Von den Patienten, die 2018 vom mobilen Palliativteam betreut wurden, konnten 62 Prozent  ihrem Wunsch entsprechend, zu Hause sterben.

Der Wunsch nach Hospiz

 In enger Zusammenarbeit mit dem Klinikum und der Stadt Wels bemüht sich die Hospizbewegung Wels Stadt/Land schon länger darum, ein stationäres Hospiz nach Wels zu bekommen. „Aktuell muss aber die Evaluierungsphase des St Barbara Hospizes abgewartet werden“, so Eckmayr.

Vortrag mit Humor

Nach Zahlen und Fakten bei der Generalversammlung gab es im Sparkassen-Saal den Vortrag „Letzte Hilfe Kurs – weil der Tod ein Thema ist“. Dass der Tod „etwas mit einem macht“, hat Martin Prein aus unterschiedlichsten Perspektiven erleben dürfen. Als Sanitäter beim Roten Kreuz, als Bestatter und von der wissenschaftlichen Seite bei der Ausbildung zum Psychologen. In seinem Institut für Thanatologie will er zur Auseinandersetzung mit dem Tod einladen und bietet Seminare, Vorträge und Kurse an. Auf seine humorvolle Art brachte er viele Geschichten aus der Praxis und räumte so mit vielen alten Mythen auf.


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