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WELS. Einen Satelliten zu bauen der im Sinkflug Messdaten liefern soll - das ist die Herausforderung der sich zwei Schüler-Teams der HTL stellen. Sie nehmen an einem Wettbewerb der Europäischen Weltraumagentur ESA teil.

  1 / 2   Die Sprecher der beiden Teams, der 18-jährige Marcel Luttenberger (TerraPatrol, l.) und der 17-jährige Markus Kaser (Dosenschießer, r.) mit einer ihrer betreuenden Lehrpersonen, Bettina Ogbuagu-Poledna (stehend). Foto: Tips

Neun kreative und begabte Schüler der Fachrichtung Mechatronik der HTL Wels beschäftigen sich seit Monaten intensiv mit Raumfahrt, Satellitenbau und verschiedensten Messdaten. Sie bilden zwei Teams mit denen sie am CanSat Österreich-Wettbewerb (der nur fünf Starter-Teams hat) teilnehmen.

Satellit in Getränkedosengröße

Die Aufgabe besteht darin einen Satelliten in Getränkedosengröße zu bauen. Dieser soll mit einer Rakete (bereitgestellt von der Technischen Universität Wien) in eine Höhe von 500 Metern befördert und ausgeworfen werden. Im Sinkflug mit einem Fallschirm (oder im Fall einer Welser Gruppe mit einem Paragleiter) soll der Minisatellit zwei Missionen erfüllen. Einmal soll er mindestens sekündlich Temperatur und Luftdruck messen und an eine Bodenstation übertragen. Als Sekundärmission soll der Satellit auch eine von den Schülern gewählte und entwickelte Mission erfüllen. Dem technischen und wissenschaftlichen Einfallsreichtum sind dabei keine Grenzen gesetzt.

Teams aus zwei Klassen

Die Welser HTL-Schüler bilden zwei Teams. Tim Fischereder, Andreas Hofer, Florian Stöger, Lorenz Strohmaier und Marcel Luttenberger aus der Klasse 4AHME bilden das Team „TerraPatrol“. Oskar Gnadlinger, Maximilian Rainer, Felix Weißenberger und Markus Kaser sind die „Dosenschießer“ und Schüler der Klasse 3AHME.

Komplexe Sekundärmissionen

Als Sekundärmission haben die „Dosenschießer“ ein automatisches Antennentracking für die Bodenstation konstruiert. „TerraPatrol“ planen darüber hinaus Berechnungen zur Prüfung von organischem Leben und einen gezielten Landeanflug des Paragleiters. „Wie der Paragleiter runterkommt wird besonders spannend“, erzählt Marcel Luttenberger, Sprecher des Teams.

Viele Stunden gearbeitet

Entstanden sind die Gehäuse-Teile für die Satelliten im 3D-Drucker, darin hat man die elektronischen Teile eingebaut. Wöchtenlich arbeiten die Schüler etwa fünf bis sieben Stunden im Team an ihren Projekten, teils im Unterricht, teils in ihrer Freizeit. Begleitet werden sie in ihrer Arbeit von den Professoren Joachim Aichinger (Maschinenbau) und Bettina Ogbuagu-Poledna (Physik, Mathematik, Astronomie). Finanziell unterstützt wurden sie von der Schule und Sponsoren.

Idee kam von Professorin

Auf den Wettbewerb aufmerksam geworden ist Bettina Ogbuagu-Poledna bei internationalen Fortbildungen. Mit der Idee teilzunehmen ist sie an ihre Lehrer-Kollegen und an die Schüler herangetreten. „Es wäre schön wenn man das spannende Thema Raumfahrt noch bekannter machen könnte. Der Bereich bietet viele interessante Projektfelder, auch für Schüler“, erklärt Ogbuagu-Poledna, die neben Physik und Mathematik auch Astronomie studiert hat. Jetzt hofft sie auf Schüler anderer Abteilungen die nächstes Jahr auch gerne teilnehmen möchten.

Satelliten-Abschuss am Flugplatz Schärding-Suben

Der Wettbewerb mit Satelliten-Abschuss findet von 24. bis 26. April in Linz und am Flugplatz Schärding-Suben statt. Passt das Wetter, sind die Burschen guter Dinge, dass ihre Missionen gelingen. Für den Bewerb wichtig sind aber auch die Kriterien Lernfortschritt, Arbeit im Team und die Öffentlichkeitsarbeit. Dann winkt vielleicht eine Teilnahme am europäischen CanSat-Bewerb in Italien.


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