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WELS. Unheilbar kranken Menschen eine umfassende Betreuung zu geben, umfasst der Begriff Palliativ. Seit zehn Jahren gibt es am Klinikum eine eigene Station.

Pia Kaltenböck, Stationsleiterin der Palliativstation, Klinikum Wels-Grieskirchen Foto: Klinikum/Nik Fleischmann

Pia Kaltenböck leitet die Stationund erzählt über ihre Arbeit: „Für uns Mitarbeiter heißt es oft, schwierige Situationen mit Menschen aushalten zu dürfen, zu müssen, beizustehen, wo Worte fehlen, da zu sein, wo Angehörige nicht mehr da sein können – weil sie keine Kraft mehr haben. Menschen mit Würde zu begleiten, ihnen Würde in diesem Lebensumstand zu geben, wo es dem Ende zugeht. Weiterzuhelfen und manchmal Unmögliches möglich zu machen“. Die Palliativstation selbst verfügt über zehn Betten für Patienten mit schwerer Symptomatik, die zuhause oder auf der Abteilung nicht zu bewältigen ist. „Dabei stehen die Symptomlinderung, hauptsächlich bei Patienten mit unheilbaren Tumorerkrankungen, Leukämie oder internistischen Erkrankungen, genauso im Vordergrund wie die Gesamtversorgung von körperlichen und seelischen Bedürfnissen“, so Josef Thaler, Leiter der Abteilung für Innere Medizin IV.

Umfassende Betreuung

Medizin und Pflege arbeiten hier eng mit den weiteren Disziplinen zusammen. So werden Patienten und Angehörige auch psychotherapeutisch und psychologisch betreut. Willkommene Abwechslung im Klinikum-Alltag der Betroffenen sind die Physiotherapeuten. Sie helfen den Patienten wieder auf die Beine zu kommen, unterstützen bei Positionswechsel, machen Lymphdrainagen, helfen bei Schwindel und vielem mehr. Das Angebot für die Patienten der Palliativstation ist vielfältig. Auch spirituelle Bedürfnisse werden abgedeckt.

Hospizverein Wels Stadt

Gemeinsam mit dem Hospizverein Wels findet am Klinikum Wels-Grieskirchen viermal im Jahr das Erinnerungscafé für die Angehörigen statt. Die Palliativstation arbeitet eng mit den Mobilen Hospizbewegungen zusammen. Können Palliativpatienten entlassen werden, werden sie durch die mobilen Teams zu Hause weiterversorgt. Nur deshalb ist es möglich, die Patienten in die häusliche Pflege entlassen werden. Ehrenamtliche Hospizbegleiter besuchen auch die Palliativstation am Klinikum zweimal die Woche. „Sie nehmen sich Zeit, um den Patienten zuzuhören, unruhige Patienten zu beruhigen, einfach da zu sein, wo vielleicht keiner mehr da ist. Diese Unterstützung ist auch für unser Team sehr wertvoll“, so Kaltenböck.


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